An - aus - an

Ich kann mich nicht daran erinnern, daß ich mich schon jemals in meinem Leben selbst “ausgeknockt” habe, aber einmal ist wohl immer das erste Mal. Ich empfehle die folgende Reihenfolge:

  1. Am Abend zuvor im Bett ein Feinkonzept (oder eine Rede, einen Bericht, Hauptsache viel Papier) zum Einschlafen lesen und dieses achtlos auf den Boden vor dem Bett fallen lassen.
  2. Sich selbst nicht trauen, deshalb zusätzlich zum normalen Wecker ein möglichst lautes Handy zum Wecken einspannen und dieses in Kopfnähe auf einem Gegenstand mit großzügig bemessenem Resonanzkörper deponieren.
  3. Sobald der ungewohnte Lärm des Handys ertönt, wie von einer Tarantel gestochen in die Höhe fahren und aus dem Bett hüpfen.
  4. Die Füße dabei auf den Blätterwust stellen.
  5. Beim nun folgenden Sturz darauf achten, daß der Kopf auch wirklich gegen die Kante des Bettkastens schlägt.
  6. Wieder “einschlummern”.
  7. Das Bewusstsein unter hämmernden Kopfschmerzen wiedererlangen.

Mir brummt vielleicht der Schädel. Der Arzt sagt, es ist nichts gebrochen und auch nur eine leichte Gehirnerschütterung, aber eine besonders angenehme Erfahrung war das heute Morgen nicht.

Lars hat mir gerade mitgeteilt, daß Boston Legal von den Zuschauerquoten her knapp unter dem Senderschnitt liegt. Ich fordere daher jeden Leser auf, dieser Serie (Mittwoch ab 22:05 Uhr auf VOX) eine Chance zu geben!