Baulärm und kein Ende

Eigentlich hätte es mir klar sein müssen - wer in einem Neubaugebiet wohnt, der muß halt damit rechnen, daß die Baustellen nebenan nicht besonders leise sind. Mit den Jahren entwickelt man ja auch eine dicke Haut, aber es gibt Tage, da nervt es einen doch wieder. Vor allem, wenn irgendeine Baustelle mal wieder eine Ausnahmegenehmigung hat und auch um 21:00 Uhr die Kräne und Maschinen noch nicht stillstehen. Oder wenn Strom, Internet, Telefon und Fernsehen ausfallen, weil Gerd, der Baggerfahrer, mal wieder ganze Arbeit geleistet hat.

Gerade jetzt, bei sommerlichem Wetter, gibt es natürlich noch viele andere Dinge, die einem die Ruhe rauben. Nein, damit meine ich nicht die Kinderbanden, die auch am Sonntag die Lautstärke jeder Baustelle locker übertreffen, Kinder müssen einfach spielen dürfen. Ich meine die Nachbarn, die auch um drei Uhr Nachts noch lautstark die “Hymne” eines Fußballvereins abspielen, selbstverständlich mitten unter der Woche. Oder die Heimwerker von nebenan, bei denen ich mich immer wieder Frage, wann sie denn nun die Außenwände durchgebohrt haben.

Man gewöhnt sich mit der Zeit an die ständigen Geräusche. Aber wenn ich z.B. meine Eltern Besuche, die in einem Vorort von Ingolstadt wohnen, dann genieße ich die Ruhe dort.

Mir fehlt die Stille. Sehr sogar.