REWE: Wie man SB-Waagen nicht ausrollt

Anfang diesen Jahres waren bei “meinem” REWE plötzlich zwei Kassen weniger vorhanden: Der frei gewordene Platz wurde umgebaut und es wurden insgesamt sechs SB-Kassen eingerichtet. Und das war keine gute Idee:

Die ersten Iterationen der SB-Kassen waren völlig unbrauchbar, so dass ich immer alles versucht habe, sie nicht benutzen zu müssen, es sei denn, ich hatte wirklich nur eine Sache abzurechnen. Das ganze besserte sich dann nach und nach, und zwischen Juni und August konnte REWE eine Version der SB-Kasse präsentieren, die sich leidlich gut bedienen ließ und die vor allem so gut wie nie einen Fehlerzustand angemeckert hat, der einen Eingriff des Ladenpersonals benötigte.

Leider hielt das ganze nicht, und in der derzeitigen Variante ist es mir noch kein einziges Mal gelungen, einen größeren Einkauf abzuschließen, ohne dass jemand eingreifen musste. Man könnte eigentlich meinen, die Dinger liefern Metriken zurück an die Entwicklung (oder das Produktmanagement, oder wen auch immer), und man bemerkt dann, dass es schlecht ist, wenn die Eingriffe häufiger statt seltener werden, aber evt. ist das auch einfach zu viel verlangt: Oft hört man jetzt im Chor alle Kassen gleichzeitig sagen “Bitte warten sie auf das Ladenpersonal”, während auf den Bildschirmen in den meisten Fällen ein Hinweis auf vermutete entnommene oder unerwartet hinzugefügte Gegenstände in der Einpackstation zu finden ist (wer die Dinger nicht kennt: Man stellt seinen Einkaufskorb links auf eine Waage, entnimmt die Gegenstände, scannt sie und legt sie dann rechts auf eine zweite Waage, genannt “Einpackstation”).

Die Waagen (oder auch nur die Software) kommt des Öfteren mit den Gewichten aus dem Tritt: Sei es, dass man seine Einkaufstasche etwas anhebt, wenn man Gegenstände einpackt, sei es, dass man sie mit zuviel Schwung in die Einpackstation gelegt hat, oder zu weit vorne, hinten oder am Rand. Was mich unglaublich nervt ist, dass dieses ganze Gewiege total sinnlos ist: Wenn es eine gesetzliche Pflicht gäbe, zu überwachen, was gekauft wird, dann ist dieser Gewichtsvergleich völlig unzureichend. Die einzige Alternative dazu, die mir einfällt, wäre, dass REWE alle seine Kunden unter Generalverdacht stellt und glaubt, dass sie nicht zahlen würden, wenn man sie nicht so drangsaliert. Damit würden sie uns Kunden aber nicht nur für kriminell, sondern auch für blöd halten: Es zwingt mich ja keiner, die Waren, die ich nicht bezahlen will, auf die Waage auf der linken Seite zu legen.

Also bitte, liebe Firma REWE, mit ganz viel Zucker obendrauf: Baut das Gewiege aus. Danke!

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