Debian/lenny und der Apple CalendarServer - Feinheiten

I’ve been everywhere, man. I’ve been everywhere, man. Crossed the desert’s bare, man. I’ve breathed the mountain air, man. Of travel I’ve had my share, man. I’ve been everywhere.

Johnny Cash ist eindeutig viel rumgekommen - wenn man dem obigen Refrain aus „I’ve Been Everywhere“ glauben darf. Und wenn man dem Film über ihn glauben darf, so hatte er, nachdem seine Karriere in Schwung gekommen ist, einiges an Leuten, die sich für ihn um so kleine Details wie Tour-Termine etc. gekümmert haben.

Ich selbst - und wahrscheinlich auch die meisten von Euch - kommen natürlich nicht so viel rum wie der „Man in Black“. Und trotzdem ist es oft genug so, daß wir, z.B. in der Arbeit, das Bedürfnis haben, auf die Dinge zuzugreifen, die wir benutzen, um unseren persönlichen Alltag zu regeln. Für Mails ist das hochgradig trivial, es gibt im Netz viele tausende Anleitungen, wie man sich eine der diversen Webmail-Oberflächen auf seinen eigenen Server klatscht. Das ist dann zwar nicht immer unbedingt komfortabel - wer mit dem üblichen, in PHP implementierten Kram schon mal in harte Timeouts gelaufen ist bei dem Versuch, einen Mailfolder mit ein paar 10000 Mails zu öffnen, der wird wissen, was ich meine - aber in den meisten Fällen zumindest erträglich. Im Fall von Mails ist die Weboberfläche ja auch meist nur eine Krücke, weil man aus einem Großteil aller Firmennetzwerke ja nicht via IMAP oder SSH &dbdquo;nach draußen kommt“.

Ein bißchen anders sieht das bei Kalendern aus. Natürlich gibt es diverse Lösungen, die einem auch via Weboberfläche einen Kalender anbieten, aber meistens ist das synchronisieren dieser Daten mit anderen lokalen Clients dann eine Tortur. Und hier springt ein Nachfolger des allseits beliebten bzw. gehassten WebDAV in die Bresche - die Rede ist von CalDAV. Mit CalDAV kann man einfach Kalender über normale HTTP(S)-Verbindungen ansprechen, sofern man einen geeigneten Server sein Eigen nennt. Da ich privat ja auch sehr viel Arbeit an meinem MacBook Pro unter Mac OS X erledige (steinigt mich!), fiel meine Wahl auf Apples CalendarServer. Dabei handelt es sich um einen in Python entwickelten CalDAV-Server, den ich seit einiger Zeit sehr effizient und mit großem Erfolg für genau diesen Zweck einsetze. Die Software ist als fertiges Paket in der Standard-Distribution von Debian/lenny enthalten. Im Folgenden will ich auf ein paar Punkte eingehen, die ich in meinem Setup verarbeitet habe. Es sei gesagt, daß ich bei mir bereits eine Infrastruktur - oder eher eine zentrale Ablage - für Paßwörter hatte (bei mir in Form einer PostgreSQL-Datenbank mit Paßwörtern im Klartext (wer das jetzt kritisieren will, der möge bitte einen alternativen Weg aufzeigen, wie man diverse Cypher ohne dieses unterstützen kann, und zwar so, daß es auch leicht in Postfix und Dovecot integierbar ist - Danke!).

(Hinweis: Der Rest des Artikels ist leider verloren geangen.)