Na Klasse!
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Montag, 6. August 2007
Ich hatte es ja schon am Samstag mehr oder weniger erfahren, aber jetzt weiß ich es sicher: Pro Sieben hat doch echt „4400” abgesetzt. Tja, dazu fällt mir nur ein:
ECHT SUPER, IHR KNALLKÖPFE!
Es ist ja nicht so, als ob die ersten beiden Staffeln so dolle Quoten gehabt hätten. Da kommt es natürlich FURCHTBAR ÜBERRASCHEND, daß die letzte Staffel auch floppt, IHR NULLEN!
Ich geh' skaten. Ist eh sinnvoller.
Nachtrag: Wie man hier nachlesen kann, wird auch die Serie „Jericho” am 20. August zum letzten Mal ausgestrahlt, womit nur 14 von 22 Folgen der ersten Staffel laufen. Als Serienfan kann man ProSieben wirklich nicht mehr ernst nehmen - zu lange Pausen zwischen den Staffeln, wildes Rumgeschiebe nach kürzester Zeit, wenn die Quote mal nicht passt etc. pp. Die machen sich ihre schlechten Zuschauerzahlen selbst und merken das noch nicht mal.
ECHT SUPER, IHR KNALLKÖPFE!
Es ist ja nicht so, als ob die ersten beiden Staffeln so dolle Quoten gehabt hätten. Da kommt es natürlich FURCHTBAR ÜBERRASCHEND, daß die letzte Staffel auch floppt, IHR NULLEN!
Ich geh' skaten. Ist eh sinnvoller.
Nachtrag: Wie man hier nachlesen kann, wird auch die Serie „Jericho” am 20. August zum letzten Mal ausgestrahlt, womit nur 14 von 22 Folgen der ersten Staffel laufen. Als Serienfan kann man ProSieben wirklich nicht mehr ernst nehmen - zu lange Pausen zwischen den Staffeln, wildes Rumgeschiebe nach kürzester Zeit, wenn die Quote mal nicht passt etc. pp. Die machen sich ihre schlechten Zuschauerzahlen selbst und merken das noch nicht mal.
Erklärt mir mal...
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Montag, 6. August 2007
...wie unsere Milch durch die Nachfrage aus Asien teurer werden kann, wo doch die meisten Asiaten unter Laktoseintoleranz leiden.
Von grauen Dividenden zur haute couture
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Dienstag, 24. Juli 2007
Was haben die Sendergruppe „ProSiebenSat.1” und der Modekonzern „Hugo Boss” gemeinsam? Genau, beide kennen mittlerweile bestimmt eine ganze Menge Mitarbeiter des Private Equity-Unternehmens Permira. Damit will ich nun nicht andeuten, die Liebhaber gepflegter Business-Anzüge sollten sich Sorgen machen, denn wie wir bei Y! Finanzen nachlesen könne, haben Aufsichtsrat und Management den Anteilseignern davon abgeraten, das Angebot der Permira-Tochter „Red & Black” anzunehmen.
Moment Mal. Ein Unternehmen wie Permira ist an dem schwäbischen Modehersteller „Hugo Boss” interessiert? Ein Unternehmen, welches von ProSiebenSat.1 eine Renditeerhöhung von 22% auf 30% gefordert hat, will sich ernsthaft einen Modekonzern unter den Nagel reissen? Man stelle sich vor: Auf der einen Seite die Forderung nach Renditeerhöhungen und mehr verschuldung, auf der anderen Seite der Glamour der Textilbranche, die Parties, die Werbekosten, die Modenshows und im Falle von Boss natürlich noch die eigenen Ladenketten, über die die edlen Stoffe vertrieben werden - pro Jahr werden laut dem Vorstandsvorsitzenden der Hugo Boss AG, Herrn Dr. Bruno Sälzer, runde 35 Millionen Mark in diese investiert. Dazu meinte der Boss-Chef im SPIEGEL-Interview zuversichtlich:
Übrigens feiert die Marke Dior dieses Jahr ihren 60. Geburtstag - da dürfen sich die weiblichen Leser dieser Seite wohl auf einige ganz besonders schöne Handtaschen freuen
Moment Mal. Ein Unternehmen wie Permira ist an dem schwäbischen Modehersteller „Hugo Boss” interessiert? Ein Unternehmen, welches von ProSiebenSat.1 eine Renditeerhöhung von 22% auf 30% gefordert hat, will sich ernsthaft einen Modekonzern unter den Nagel reissen? Man stelle sich vor: Auf der einen Seite die Forderung nach Renditeerhöhungen und mehr verschuldung, auf der anderen Seite der Glamour der Textilbranche, die Parties, die Werbekosten, die Modenshows und im Falle von Boss natürlich noch die eigenen Ladenketten, über die die edlen Stoffe vertrieben werden - pro Jahr werden laut dem Vorstandsvorsitzenden der Hugo Boss AG, Herrn Dr. Bruno Sälzer, runde 35 Millionen Mark in diese investiert. Dazu meinte der Boss-Chef im SPIEGEL-Interview zuversichtlich:
Natürlich haben wir über diese großen Linien vorab schon gesprochen. Da geht es dann auch um die Größe von Investments. Dass wir etwa jedes Jahr rund 35 Millionen Euro in den Ausbau stecken [...], ist Permira durchaus bekannt.Auch sonst wirkt der Vorstandsvorsitzende gelassen - und das vielleicht mit Recht. So hatte Permira in dem Übernahmeangebot angekündigt, sowohl an der Fortführung der Geschäftstätigkeit (im gegensatz zu verkauf/zerschlagung) interessiert zu sein als auch keinerlei Umgestaltungen bei Manegement, Personalbestand oder Standortwahl anzustreben. Zum Umfeld seines Konzerns meinte Dr. Sälzer:
Klar, Inspiration, Aufregung, Glamour, das gehört eindeutig zu den Erfolgsgrundlagen im Modegeschäft. Seien sie sicher, dass ich diesen Punkt sehr ausführlich erklärt habe.- und meint damit natürlich die Damen und Herren von Permira. Der Übernahmeversuch von Boss, mit einem Umsatz von 1,5 Milliarden Euro im Jahre 2006 noch vor Prada, ist der letzte in einer längeren Serie von Übernahmen von Unternehmen der Modebranche durch Gesellschaften des Private Equity-Bereiches:
- im Juni 2003 etwa investierte das US-amierkanische Private Equity-Unternehmen „HMD Partners” 45 Millionen in den Modekonzern Escada
- im Dezember 2005 wechselte der Modehersteller Tommy Hilfiger für 1,6 Milliarden US-Dollar in den Besitz der Priavte Equity-Gruppe Apax Partners
- bereits 2004 hatte ein Konsortium aus Apax und Cinven die „CBR Holding” gekauft, zu der unter anderem die Marken Street One und Cecil gehören
- im Februar 2006 wurde die Jil Sander AG, erst kurz zuvor, nämlich 1999, vom italienischen Konzern Prada gekauft, an die englische Private Equity-Firma Change Capital Partners veräußert
Übrigens feiert die Marke Dior dieses Jahr ihren 60. Geburtstag - da dürfen sich die weiblichen Leser dieser Seite wohl auf einige ganz besonders schöne Handtaschen freuen
Am Rücken kraulen
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Samstag, 21. Juli 2007
Als ich das hier gelesen habe, mußte ich erstmal herzhaft lachen. Schon komisch, daß ausgerechnet im Sommer die Nachfrage nach Antibabypillen besonders groß ist - damit kann man ja wirklich nicht rechnen.
Tja, da werden wir wohl, bis der Rückstand aufgeholt ist, das eine oder andere Pärchen im Bekanntenkreis beim "am Rücken kraulen" beobachten dürfen, Gummis sind ja retro! Ich lach mich weg
Tja, da werden wir wohl, bis der Rückstand aufgeholt ist, das eine oder andere Pärchen im Bekanntenkreis beim "am Rücken kraulen" beobachten dürfen, Gummis sind ja retro! Ich lach mich weg
Danke, Klebebandhersteller!
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Sonntag, 15. Juli 2007
Aus aktuellem Anlass eine Durchsage an alle Klebebandhersteller dieser Welt, ob sie nun in Deutschland, der EU oder sonstwo beheimatet sind: Jungs, ihr macht einen Spitzenjob! Mir fällt auf Anhieb kein einziges Produkt ein, welches nur halb so zuverlässig wäre oder sich halb so vielseitig verwenden ließe.
Macht bitte genauso weiter wie bisher - auf daß es immer schön zuverlässig (und unauffällig
) klebt!
Macht bitte genauso weiter wie bisher - auf daß es immer schön zuverlässig (und unauffällig
Harry Potter? Bestimmt nicht!
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Donnerstag, 12. Juli 2007
Für die deutschen Fans ist es heute soweit: "Endlich" läuft hierzulande der fünfte Teil der Saga mit dem Namen Harry Potter und der Orden des Phönix in den Kinos an. Einmal mehr wird darin ein kleiner Junge Namens Harry den epischen Kampf gegen seine Nemesis "Lord Voldemort" weiterführen. Unterstützt durch modernste Spezialeffekte aus der Konserve dem Computer erwartet den Zuschauer das sattsam abgelutschte Genre der "Gut kämpft gegen Böse"-Filme. Auf der einen Seite der unterpriviligierte Sohn eines Zimmermanns aus Judäa Waisenjunge zusammen mit seinen Jüngern Mitschülerinnen und -schülern, ihm tritt der dunkle "Lord Voldemort" gegenüber, der eigentlich Tom Riddle heißt, das selbe Elite-Internat die selbe Zauberschule wie Harry besucht hat und sich die Lehren eines der Schulgründers, den JKR, die selbst eine Zeit in Portugal lebte, wohl nicht nur wegen der Initialen mit einer guten Portion Ironie "Salazar Slytherin" nennt, zueigen gemacht hat. Und diese Lehren haben es in sich: Nur, wer von reinem Blute ist, soll in der Parallelgesellschaft des Vorkriegsenglands einen Platz unter den Zauberern haben, alle anderen sind mindere Lebensformen, mit denen man "nach Belieben" verfahren kann. Jedem guten geschichtsbewussten Deutschen würde derlei normalerweise sofort auf die Protestbänke treiben, hinter der Kulisse des Kinderfilms jedoch wird der peinliche Klamauk zum Kassenschlager. Da nimmt es wenig Wunder, daß die Gefolgsleute Voldemorts in schwarzen Uniformen herumlaufen, die sofort SS-Assoziationen wecken oder daß die Kinder aufrechter Arier Reinblüter in der Schule pöbeln können, wie wir das sonst nur von Filmen über die HJ kennen. In einer befremdlichen Anbiederung an die Vorkriegssituation geben die Verantwortlichen des "Zaubereiministeriums" hohle Phrasen von sich, bei denen selbst der gutmütigste Zuschauer an die - letztlich fruchtlose - Appeasement-Politik der dreißiger Jahre denken muß, die Handlung kulminiert im Tod des Mentors und Beschützers von Harry, dem Direktor "Dumbledore". Aber Harry wird es schon richten, von Geburt an zu größerem Auserkoren, für's Leben gezeichnet durch eine Narbe an prominenter Stelle, geplagt von Anfällen geistiger Umnachtung der Schwäche, wenn er dem dunklen Lord zu nahe kommt, verkörpert er schließlich die klassische Erlöserfigur, die uns allen so gut bekannt ist. Seht her, säkulare Staaten dieser Welt, hier habt ihr Euren neuen und politisch korrekten Messias!
Ich werde den Teufel tun und dem Hype hinterherlaufen. Statt dessen will ich die Gelegenheit nutzen und als Alternative ein Buch empfehlen, welches bewegt, erheitert und nachdenklich stimmt. Geschrieben - oder sollte man sagen "geschaffen", denn es handelt sich um eine Anthologie - wurde es von Rafik Schami - und es könnte kaum ein größerer Kontrast zu seinem früheren Werk Die dunkle Seite der Liebe sein. Nein, bei Manesse erschien ist Lob der Ehe eine wunderbare, rührende Lobpreisung von etwas, was sonst in der Literatur stets zu kurz kommt: glücklicher Beziehungen. Selbst seit 16 Jahren in - zweiter - Ehe lebend, hat Schami die Mühe auf sich genommen, zu dokumentieren, daß man "liebevoll neben einem Schnarchenden liegen" kann und später trotzdem "darüber poesievoll schreiben". Selten habe ich derart viele positive Texte in einem einzelnen Buch gesehen, die alle die Schönheit der gleichen Sache preisen: Das Führen einer harmonischen Beziehung, als schönstes Geschenk, welches sich zwei Menschen machen können.
Übrigens, ich habe zwei Karten für die Vorstellung von Harry Potter heute Abend um 20:15 Uhr im Matthäser abzugeben - einfach eine Mail schicken, wer zuerst schreibt, kann sie haben.
Ich werde den Teufel tun und dem Hype hinterherlaufen. Statt dessen will ich die Gelegenheit nutzen und als Alternative ein Buch empfehlen, welches bewegt, erheitert und nachdenklich stimmt. Geschrieben - oder sollte man sagen "geschaffen", denn es handelt sich um eine Anthologie - wurde es von Rafik Schami - und es könnte kaum ein größerer Kontrast zu seinem früheren Werk Die dunkle Seite der Liebe sein. Nein, bei Manesse erschien ist Lob der Ehe eine wunderbare, rührende Lobpreisung von etwas, was sonst in der Literatur stets zu kurz kommt: glücklicher Beziehungen. Selbst seit 16 Jahren in - zweiter - Ehe lebend, hat Schami die Mühe auf sich genommen, zu dokumentieren, daß man "liebevoll neben einem Schnarchenden liegen" kann und später trotzdem "darüber poesievoll schreiben". Selten habe ich derart viele positive Texte in einem einzelnen Buch gesehen, die alle die Schönheit der gleichen Sache preisen: Das Führen einer harmonischen Beziehung, als schönstes Geschenk, welches sich zwei Menschen machen können.
Übrigens, ich habe zwei Karten für die Vorstellung von Harry Potter heute Abend um 20:15 Uhr im Matthäser abzugeben - einfach eine Mail schicken, wer zuerst schreibt, kann sie haben.
Buchtipps (technisch)
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Dienstag, 10. Juli 2007
Nachdem sich ja mittlerweile auch etablierte Medien auf WibaS einschiessen (wer hätte gedacht, daß die Grünen noch vor der nächsten Bundestagswahl in der Opposition ankommen?), kann ich mich hier ja weiter der Produktion von Loser Generated Content widmen - natürlich immer im Gegensatz zu den Alpha-Journalisten. (Nico, damit habe ich jetzt aber meinen Teil zur Stimmungsmache getan!)
Sowohl wenn ich arbeite als auch in meiner Freizeit (wenn ich da den Rechner mal an habe) bin ich recht häufig in diversen IRC-Channeln zu finden, die durchweg technische Themen haben. Die Hilfe, die man dort bekommen kann, ist oft von unschätzbarem Wert, und nicht nur, weil sie technisch meist sehr akkurat ist, sondern auch, weil man hin und wieder einfach eine andere Perspektive auf ein Problem aufgezeigt bekommt. Selbstverständlich versucht man, sich zu revanchieren, aber oft schlagen da - gerade wenn Schulferien sind - Leute auf, denen soviel Grundwissen fehlt, daß man gar nicht weiß, wie man beginnen soll. Sagt man das den Leuten dann ganz ehrlich, so kommt oft die Frage, wie man denn an dieses Grundwissen gelangen kann (OK, gerade von Schulkindern bekommt man auch oft genug "harte Flames" - kann ich aber nachvollziehen, so eine Zahnspange tragen zu müssen, ist bestimmt nicht angenehm
). Wie auch immer, beim Blick in mein Bücherregal sind mir vier Titel aufgefallen, die man meiner Meinung nach einfach gelesen und verinnerlicht haben sollte, wenn man jemals vorhat, später mit Dingen Geld zu verdienen, die so komische Namen wie "Unix", "Linux" oder ähnlich tragen und noch dazu an ein Netzwerk angeschlossen werden sollen.
Sowohl wenn ich arbeite als auch in meiner Freizeit (wenn ich da den Rechner mal an habe) bin ich recht häufig in diversen IRC-Channeln zu finden, die durchweg technische Themen haben. Die Hilfe, die man dort bekommen kann, ist oft von unschätzbarem Wert, und nicht nur, weil sie technisch meist sehr akkurat ist, sondern auch, weil man hin und wieder einfach eine andere Perspektive auf ein Problem aufgezeigt bekommt. Selbstverständlich versucht man, sich zu revanchieren, aber oft schlagen da - gerade wenn Schulferien sind - Leute auf, denen soviel Grundwissen fehlt, daß man gar nicht weiß, wie man beginnen soll. Sagt man das den Leuten dann ganz ehrlich, so kommt oft die Frage, wie man denn an dieses Grundwissen gelangen kann (OK, gerade von Schulkindern bekommt man auch oft genug "harte Flames" - kann ich aber nachvollziehen, so eine Zahnspange tragen zu müssen, ist bestimmt nicht angenehm
Weiterlesen: Buchtipps (technisch)
Monkey Island - kurzgefasst
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Donnerstag, 5. Juli 2007
Wer "Monkey Island" noch kennt, der sollte auf keinen Fall die Gelegenheit verpassen, sich dazu im MajusArts Blog die Kurzfassung dieses Computerspiel-Klassikers als Flash-Video anzusehen.
Um Majus die Nervosität zu nehmen: Du hast das verdammt gut hinbekommen!
Um Majus die Nervosität zu nehmen: Du hast das verdammt gut hinbekommen!
10jähriges Jubiläum - und ein halbes
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Mittwoch, 4. Juli 2007
Der 4. Juli 1997 war ein Freitag, der dem heutigen Mittwoch vor allem eines voraus hatte: Das Wetter. Im Gegensatz zu dem trüben Nass, welches hier den ganzen Tag herniederplätschert, war der damalige Tag zwar nicht von strahlendem Sonnenschein geprägt, sondern eher bewölkt, aber ein paar Mal kam die Sonne trotzdem durch. Kurz nach drei verließ ich damals die Buchhandlung Schönhuber in Ingolstadt. In der Einkaufstüte hatte ich eine Packung SuSE Linux 5.0 (ganz normale Reaktion, wenn man vom Atari ST kommt und plötzlich einen DOS/Windows-PC benutzen muß). Ohne historische Verklärung könnte ich ja nun behaupten, daß damit der ganze Schlamassel angefangen hat, aber da ich hier ja in Erinnungen schwelgen will, seien die positiven Dinge erwähnt. Zum Beispiel das tolle Handbuch, mit dem ich nach zwei Tagen in der Lage war, den Kernel neu zu bauen, und zwar mit Sound - "Sie haben sich zur Reinigung des Aufzugs entschlossen!" aus den Boxen zu hören, war ein echtes Erfolgserlebnis. Viel Zeit habe ich damals in die ganze Computerei gesteckt, und viel hätte wohl nicht gefehlt, dann würde ich jetzt mit 30kg Übergewicht, langen fettigen Haaren und schwarzen Klamotten rumrennen (und wer hat's gerichtet? Genau, die Frauen!). Am wichtigsten ist es mir jedoch, hier die unglaubliche Kontinuität herauszustellen: Ein kurzer Blick auf die Konfigurationsdateien meines Window-Managers FVWM und meines eMail-Programms mutt zeigt folgendes:
Beide habe ich das letzte Mal offensichtlich Ende Juli 1997 angefasst. Zehn Jahre lang also hat sich nichts großartiges geändert, zehn Jahre lang ließ sich der Rechner immer gleich bedienen. Mittlerweile sitze ich zu Hause zwar so gut wie gar nicht mehr am Computer, aber wenn doch, dann ist er ein Werkzeug, welches ich zehn Jahre lang an mich angepasst habe und das mir mittlerweile besser passt als so mancher Turnschuh - ein Privileg und eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Mein besonderer Dank geht an die Herren Reis und Schwinn, die mich damals über einen langen Zeitraum immer wieder mit viel Geduld und Zeit unterstützt haben.
Das zweite Jubiläum ist nur halb so "groß": Es war Donnerstag, der 4. Juli 2002, als ich mir mein erstes paar Inline-Skates gekauft habe. Und auch, wenn ich jetzt auf meinen eingegipsten Arm blicke, fällt mir dazu trotzdem nur eines ein: Ich bereue keine Sekunde, keinen Sturz, keine Verletzung. Allein die Leute, die ich kennengelernt habe, waren das alles wert.
Heute Abend werde ich übrigens mit einer Gewohnheit brechen: Mit meinen ältesten, abgef*cktesten Klamotten und unrasiert (stilecht halt!) werde ich die Tankstelle aufsuchen und mir ein Bier kaufen - denn heute, heute ist mir irgendwie nach sentimentalem Feiern zu Mute.
cite@hestia:~$ ls -l .muttrc .fvwm2rc
-rw------- 1 cite cite 7148 Jul 15 1997 .fvwm2rc
-rw------- 1 cite cite 5592 Jul 11 1997 .muttrcBeide habe ich das letzte Mal offensichtlich Ende Juli 1997 angefasst. Zehn Jahre lang also hat sich nichts großartiges geändert, zehn Jahre lang ließ sich der Rechner immer gleich bedienen. Mittlerweile sitze ich zu Hause zwar so gut wie gar nicht mehr am Computer, aber wenn doch, dann ist er ein Werkzeug, welches ich zehn Jahre lang an mich angepasst habe und das mir mittlerweile besser passt als so mancher Turnschuh - ein Privileg und eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Mein besonderer Dank geht an die Herren Reis und Schwinn, die mich damals über einen langen Zeitraum immer wieder mit viel Geduld und Zeit unterstützt haben.
Das zweite Jubiläum ist nur halb so "groß": Es war Donnerstag, der 4. Juli 2002, als ich mir mein erstes paar Inline-Skates gekauft habe. Und auch, wenn ich jetzt auf meinen eingegipsten Arm blicke, fällt mir dazu trotzdem nur eines ein: Ich bereue keine Sekunde, keinen Sturz, keine Verletzung. Allein die Leute, die ich kennengelernt habe, waren das alles wert.
Heute Abend werde ich übrigens mit einer Gewohnheit brechen: Mit meinen ältesten, abgef*cktesten Klamotten und unrasiert (stilecht halt!) werde ich die Tankstelle aufsuchen und mir ein Bier kaufen - denn heute, heute ist mir irgendwie nach sentimentalem Feiern zu Mute.
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