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Freizeit
Donnerstag, 21. August 2008
Der Frank meinte neulich zu mir, daß ich dadurch, daß ich sehr viel - fast ausschließlich - klassische Musik und Jazz höre, mein eigenes Musikerleben beschneide, weil mir einfach zu viel moderne Musik durch die Lappen geht. Ein bißchen hat er da nicht unrecht, aber sehen wir doch einfach den Tatsachen in's Auge: 90% der Musik, die heutzutage produziert wird, wird dies nicht mehr mit dem Anspruch, ein Werk zu schaffen, welches tiefgreifendere Gedanken (nein, Micha, Bushido macht keine philosophisch wertvollen Lieder!) vermittelt oder sich mit einer kunstfertigen Umsetzung herauszustellen. Die meisten Lieder, gerade diejenigen, die man in den Charts findet, sind einfach nur für die schnelle Kohle produziert worden. Daß diese Rechnung nicht aufgeht, kriegen wir jedesmal mit, wenn die Musikindustrie wieder über entgangene Gewinne weint - doch das ist ein anderes Thema und über die Unfähigkeit selbiger Unternehmen, endlich qualitativ hochwertige Ware in einem vernünftigen Preismodell über zeitgemäße Distributionskanäle zu vertreiben und sie um den unter BWL'lern beliebten „added value” zu ergänzen, werde ich ein andermal etwas schreiben.
Die größten Perlen finden sich meiner Meinung nach abseits des Mainstreams - so haben wir z.B. auf dem Brückenfest hier in München auf der Ludwigsbrücke die Band "Gary and Gerry with their used underwear" hören dürfen - und waren begeistert. Aber ganz unabhängig davon, ob man sich dies- oder jenseits dieser imaginären Trennlinie befindet, die ich vorhin als „Mainstream” bezeichnet habe, gibt es immer wieder Lieder, die man für die Ewigkeit mögen wird, weil man sie in einer angenehmen Situation gehört hat. Zwei Beispiele:
Lief auf einer Party, bei der ich mich so gut amüsiert habe wie schon lange nicht mehr. Und dann - und ich hoffe, wer mich kennt, ist jetzt wirklich überrascht:
Mir gehen die Bücher aus. So traurig das klingt, so wahr ist es leider auch. Meine letzten Besuche bei Amazon - ich HASSE das neue Design! - waren erschreckend unfruchtbar. Das letzte wirklich gute Buch habe ich nur durch Zufall in die Hädne gedrückt bekommen, als Lars und ich im Winchester ein paar Biere gekippt haben - da drückte er es mir in die Hand und meinte, er sei gerade damit fertig geworden.
Aber bei Amazon - ich weiß ja nicht. Entweder ist die Qualität der Bücher, die in den letzten paar Monaten erschienen ist, einfach nur gesunken, oder ich weiß momentan einfach nicht richtig, was ich will. Auf jeden Fall hat mich keines der Bücher, die ich in meinen Empfehlungen gefunden habe, irgendwie gereizt - und entsprechend habe ich dann auch darauf verzichtet, irgend etwas zu bestellen. Das letzte richtig gute Buch, welches ich selbst erworben habe, war Ich und die anderen. Und seitdem herrscht bei mir, Amazon-technisch gesehen, absolute Funkstille. Vielleicht hat sich auch einfach nur der Empfehlungs-Algorithmus bei mir auf ganz falsche Bücher eingeschossen, ich weiß es nicht.
Wie auch immer, die Situation ist deprimierend. Und deswegen hier mein Hilferuf: Bitte bitte, empfehlt mir ein paar gute Bücher. Das Genre ist mir wirklich egal, aber wenn ich nicht bald wieder was Gutes zu lesen kriege, dann flippe ich aus!
Nachdem es mich neulich in einer Unterführung mal wieder zerlegt hat, kam rink heute im IRC mit diesem Lied an - als WAV-Datei dann hier (Rechtsklick, Speichern unter).
Ok, ist schon eine Weile her, aber da der Tag heute ziemlich mies werden wird (und außerdem, wer arbeitet schon gerne an Brückentagen...), brauche ich dringend was zur Aufheiterung. Hier also die Aufzeichnung von Hugh Lauries Auftritt bei David Letterman - zwei Größen und kein „clash of egos”. Sehr sehenswert:
Eine meiner Lieblingsserien ist „Scrubs” - zumindest immer dann, wenn ich mal herzhaft Lachen will. Der Humor ist zwar teilweise etwas flach, aber die Phantasie-Szenen im guten alten Stil von „Ally McBeal” haben es einfach sich. Bisher habe ich immer davon abgesehen, mir mal die DVDs zur Serie zu kaufen - aber gerade eben habe ich beim Stöbern folgende Szene aus der sechsten Staffel entdeckt (mit Ton anhören!):
Im Leben eines Mannes kommt früher oder später unweigerlich einmal der Moment, in dem er sich verändern muß. Bei mir ist das jetzt so weit, und ich habe beschlossen, ein neues Instrument zu lernen. Nachdem ich einige Zeit im Internet nach Erfahrungsberichten Ausschau gehalten habe und nun endgültig davon überzeugt bin, daß die Menschheit dem Untergang geweiht ist, konnte ich zumindest die engere Wahl auf zwei Instrumente beschränken, nämlich zum einen Schlagzeug und zum anderen Gitarre:
Und wie, frage ich Euch, soll man sich da bitte entscheiden können?
Nachtrag: Ja, ich hab's auch bemerkt, keine einzige echte Blondine in dem Video, ihr müßt das jetzt nicht wieder extra in die Kommentare schreiben!
Wenn ich mir die Zugriffszahlen dieses Artikels ansehe, dann könnte ich zu dem Schluß kommen, daß die Sache mit dem Speck und den Mäusen auch mit Blog-Lesern funktioniert. Und wenn ich ehrlich bin, so wirklich überrascht mich das nicht - soweit ich das einschätzen kann, dürften hier ja mehr Männer als Frauen mitlesen. Auf jeden Fall glaube ich, daß diesem Blog etwas mehr nackte Haut ganz gut tun würde. Natürlich nicht zuviel, denn wie ein Bekannter immer sagt: „Mehr Fleisch und es ist endlich Pornographie!” - aber so hin und wieder glaube ich kann ich das machen.
Und deswegen stelle ich hier heute das Blog of many b***s vor. Kostprobe gefällig? Bitteschön:
(Danke an die unbekannte Person im IRC, die das rausgesucht hat.) Ich sag mal: Viel Vergnügen beim Ansehen (auch, wenn es da schon einige Zeit keine Aktualisierungen mehr gab)!
Passend zu all der Schönheit: „Kiss” von Prince - da könnte man schonmal in Versuchung kommen. Euch allen ein angenehmes, erholsames Wochenende!
Nachtrag: Nein, ich halte die Person auf dem Foto nicht für dick. Der Speck ist nur eine Anspielung auf „mit Speck fängt man Mäuse”!
Da weiß ich gerade mal gar nicht, was ich davon halten soll. Männer testen übrigens hier, Frauen testen hier. Und ich werf das ganze mal weiter an Andreas, Kai und Stefan.
Noch ein Tag mehr, dann ist Wochenende!
Nachtrag: Jetzt habe ich zum Spaß mal den Test für Frauen gemacht - und da wäre ich dann Catherine Tramell (die aus Basic Instinct!) gewesen. Ich geh' dann mal und kauf' mir Psychopharmaka...