Geschrieben in
Vermischtes
Freitag, 8. Juni 2007
Ich habe Frank erreicht. Der hatte zwar kaum Zeit, hat sich die Sache aber angehört und mich eine Viertelstunde später zurückgerufen. Dies und jenes, kein Problem, er hätte einen Tisch im so und so reserviert für halb zwei. Ich weise dezent darauf hin, daß ich schon eine Verabredung für Mittag habe (öhm - nein, nicht so eine!). Frank bringt das nicht aus der Ruhe ("Mitbringen - sind große Tische da!") und so treffen wir uns dann auch tatsächlich kurz vor halb zwei zu viert vor dem Restaurant, das Frank vorgeschlagen hat. Der Anwalt entpuppt sich als extrem attraktive Brünette, mit der Frank dann auch die ganze Zeit über heftigst geflirtet hat - wenn das seine Freundin erfährt. Das Ambiente ist sehr exklusiv und wir fallen inmitten der Heerschar von Konzernklonen und Büromiezen (aus den gesammelten Absätzen der High Heels könnte man bestimmt einen ziemlich hohen Turm bauen) nicht wenig auf. Unsere Kellnerin hat nicht nur ein strahlendes Lächeln (bei dem wir ihr dann auch verzeihen, als sie unsere Bestellungen durcheinanderbringt), sondern auch eine Figur, einen Gang und eine Mimik wie die nächstjährige Gewinnerin einer gewissen Model-Castingshow. Das Essen ist fleischlos und fantastisch. Meine Laune steigt. Die Brünette, äh, Verzeihung, die Anwältin, hört sich die Geschichte an. Ja, da könne man etwas machen. Ihr Blackberry meint, sie habe am Mittwoch einen Termin frei. Das Essen geht viel zu schnell vorbei (das Trinkgeld enthält einen gewaltigen Attraktivitätszuschlag), und als ich zurückkomme, erwartet mich die Nachricht, daß das mit dem geklauten Video auf einen Bekannten zurückgeht. Damit hat sich das erledigt - und ein bißchen wehmütig maile ich der Brün^WAnwältin, daß der Termin ausfallen muß. Trotzdem hebt sich meine Laune um 100%.
Als dann der pochende Schmerz in meinem Fuß endlich nachläßt, hat auch mein iTunes ein Einsehen mit mir und entläßt mich zu den Klängen von Bizets "L'Arlesienne" in mein persönliches Wochenende. Na ja, fast zumindest, bis ca. halb sieben muß ich noch durchhalten. Doch das stört mich kein bißchen mehr.