Die russische Zeitung RIA Novosti hat einen sehr interessanten
Artikel auf ihrer Webseite veröffentlicht, in dem der schweizerische Forscher Michael Dittmar vom Züricher Institut für Elementarteilchen-Physik feststellt, daß Westeuropa - genauer wohl das
westeuropäische Verbundnetz der Stromversorger - letzten Winter nur sehr knapp an einem Totalausfall vorbeigeschrammt ist - ein paar mehr kalte Tage wären alles gewesen, was es gebraucht hätte:
QUOTE:
„Die Angaben der UCTE über die Kapazitätsreserven zeigen, dass im Laufe des Winters 2007/2008 nur einige kalte Wintertage in Westeuropa zu sehr unangenehmen Problemen der Energieversorgung während der Spitzenbelastungszeiten am Abend in Frankreich und den Nachbarländern hätten führen können”, schreibt Dittmar in einem Bericht, der auf der Webseite der elektronischen Bibliothek der Cornell University veröffentlicht wurde.
Leider war es mir bisher nicht möglich, den Originalartikel zu finden, wer mir da zuvorkommt, meldet sich bitte. Denn ohne selbigen wirkt die genannte Quelle, vor allem, wenn man sich die letzten zwei Absätze genauer ansieht, doch irgendwie unglaubwürdig. Sowjet-Propaganda, anyone?
Noch ein Tag bis zum Wochenende!
Nachtrag: Im aktuellen Spiegel findet sich ein Artikel, bei dem es um die zukünftige Gestaltung der Strompreise für Privathaushalte geht. Und auch die erwähnen den bei RIA Novosti genannten 17. Dezember - da seien die Strompreise an den Energiebörsen nämlich auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Zumindest der Teil scheint also zu stimmen - und trotzdem bin ich noch mißtrauisch
Nachtrag 2:
Gefunden! Und siehe da, die Zeitung hat wirklich unklar zitiert - der Absatz mit den Kerzen bezog sich auf eine Verhaltensempfehlung, nämlich ein paar Tipps, wie man sich auf einen möglichen Blackout
vorbereiten soll - nicht, um selbigen zu vermeiden. Und wenn ich mir den Absatz ansehe, dann war der bestimmt für ein paar Lacher gut und ist wohl durchaus auch humoristisch (trotzdem jedoch, leider, ernst) gemeint.