Ein paar Fixes für Postfix 2.7-20091209 unter lenny
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Technik
Dienstag, 22. Dezember 2009
Ich habe soeben eine neue Version der Postfix-Pakete in mein Repository hochgeladen. Die Veränderungen umfassen dabei vor allem den Betrieb von multiplen Instancen. Gefixed ist unter anderem:
Viel Spaß und frohe Weihnachten!
- Die Dateien postfix-script, postfix-files und post-install werden von /usr/lib/postfix/postfix-script jetzt nicht mehr in /etc/postfix gesucht, sondern eben da, wo sie hingehören. Das heißt, daß man diese Dateien, die übrigens auch ein postfix upgrade-configuration anmeckern wird, getrost löschen kann (hey, macht ja Backups!).
- Nach dem Erzeugen einer neuen Instanz gibt es im Home-Verzeichnis der Instanz jetzt einen Link zur dynamicmaps.cf.
- Das Init-Skript ist jetzt „multi-instance-aware” (fuck yeah!), kann also die chroots von weiteren Instanzen automatisch befüllen.
- NICHT gefixed: Bei einem „purge” via aptitude, apt-get oder dpkg bleiben die Konfigurations- und Queue-Directories der zusätzlichen Instanzen noch bestehen.
Viel Spaß und frohe Weihnachten!
Dieser verblödete Vampir-Hype
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Menschliches
Sonntag, 20. Dezember 2009
Mal ganz davon abgesehen, daß es garantiert keine gute Idee gewesen wäre, gestern noch was für Weihnachten einkaufen zu wollen - die Menschenmassen, die die U-Bahnen im fünf Minuten-Takt ausgespuckt haben, waren da ein deutlicher Warnhinweis - falls man doch noch keine Weihnachtsgeschenke gehabt hätte, also mal davon abgesehen, war ich gestern auch gar nicht in der Stadt. Aber am Wochenende davor. Während sich zwei gewisse weibliche Wesen sofort abgesetzt haben, um einen ausgedehnten Schaufenster- und Geschäfte-Bummel zu unternehmen, bei dem meine Anwesenheit eher unerwünscht war (Zitat: „Wenn Du dabei bist kann man nie ernsthaft bummeln!”), bin ich selbst einer meiner Lieblingsbeschäftigungen (oder besser gesagt: Lieblingsbeschäftigungen für solche Fälle) nachgegangen, nämlich, in Buchläden herumzuhängen. Auf den ersten Blick war da auch alles wie immer: Krimis hier, Neuerscheinungen dort, Taschenbücher hinten links, SciFi und Fantasy um die Ecke und... WTF?
Tja. Ich habe noch selten erlebt, daß „WTF” alle meine Gedanken so gut beschreibt. Neben dem Tisch mit Fantasy- und ScFi-Literatur war da jetzt noch ein neuer Tisch - voller Vampirromane. Und damit nicht genug, es gibt nicht nur Bücher über sowas zu kaufen, nein, da hingen an der Wand auch Kalender (sic!), auf denen Zeichnungen zu sehen waren, die ich irgendwo zwischen Gothic, Folter und Hardcore-BDSM (mit ausgeprägtem Blut-Fetisch) einordnen würde. Da gibt es dann z.B. eine Special-Edition-Box der New Moon-Reihe, in den Farben schwarz, schwarz, rot, schwarz, weiß und schwarz. Auf Englisch. Nun hat unser kleiner Rauschgoldengel ja leider auch so einen ausnehmend neben der Spur liegenden Geschmack, so daß ich diese Reihe - wenigstens als Einzelbücher - im englischen Originaltitel zumindest vom sehen her schon kannte. Und da Madame manchmal leichte Probleme mit der englsichen Sprache hat, durfte ich auch schon des öfteren mal ein paar Seiten dieser Bücher lesen (und übersetzen). Mal abgesehen davon, was man von Stephenie Meyers' Schreibstil halten mag: Was für ein Frauenbild ist das da eigentlich in diesem Buch? Verstehen sich Frauen im 21. Jahrhundert wirklich so? Kochen, Aufräumen, Haushalt, Mann anschmachten, Kinder kriegen? Ich dachte zuerst, ich hätte vielleicht nur ein paar wenige, nicht repräsentative Stellen beim Übersetzen erwischt, aber da mich die selben beiden „Weibsbilder”, mit denen dieses Posting angefangen hat, in den Kinofilm (den ersten!) geschleift haben, ist mir klar, daß ich mich nicht geirrt habe. Und das interessante ist, daß die Frauen das alles anscheinend total ausblenden können: In der Firma habe ich meine Argumente mal gegenüber zwei Kolleginnen angebracht, die von ebenjener Buch-/Filmreihe schwärmten, und was war die Antwort: „Das ist halt ein Frauenfilm!” So ein Käse. „Sex And The City” ist eine Frauenserie, aber die Frauen da kochen auch nicht die ganze Zeit (oder machen Haushalt und kriegen Kinder. Schwanger dagegen werden zwei dagegen glaube ich schon)!
Es geht aber immer noch schlimmer. Unser Rauschgoldengelchen hat eine neue Autorin angeschleppt, auch Vampirromane. Jennifer Armintrout. Und ich Trottel hab natürlich aus Neugier mal ein paar Seiten angelesen. Meine Güte. Das ist wirklich eine Zumutung. Man fühlt sich beim Lesen wie bei einer Lobotomie - bei vollem Bewusstsein. Oder als würden einem jemand mit einer stumpfen Rasierklinge Schicht für Schicht das Gehirn abtragen. Und welche Antwort kriegt man, wenn man mal vorsichtig nachfragt: „Das Buch ist aber doch toll, das hat alles, das ist spannend, sexy und romantisch.” Meine Fresse. Ich würde hier gerne mal ein oder zwei Abschnitte zitieren, befürchte aber, daß dieses Blog dann nicht mehr jugendfrei wäre.
Tja. Und jetzt steht hängen BDSM-Kalender im Buchladen, und es hat einen ganzen Grabbeltisch voller Vampirliteratur. Was soll man dazu sagen? Mich nervts. Vor allem, wenn Amazon anfängt, einem Vampirbücher zu empfehlen. Weil man sich mal was von Kathy Reichs gekauft hat. Ist klar.
Schaut nächste Woche wieder rein, dann lästere ich über „All-Age-Fantasy”. Oder vielleicht auch nicht. Da ist ja Weihnachten. Gerade laufen die „4 Non Blondes”. Ich frage mich, was die zum derzeitigen Vampirroman-Hype gesagt hätten.
Tja. Ich habe noch selten erlebt, daß „WTF” alle meine Gedanken so gut beschreibt. Neben dem Tisch mit Fantasy- und ScFi-Literatur war da jetzt noch ein neuer Tisch - voller Vampirromane. Und damit nicht genug, es gibt nicht nur Bücher über sowas zu kaufen, nein, da hingen an der Wand auch Kalender (sic!), auf denen Zeichnungen zu sehen waren, die ich irgendwo zwischen Gothic, Folter und Hardcore-BDSM (mit ausgeprägtem Blut-Fetisch) einordnen würde. Da gibt es dann z.B. eine Special-Edition-Box der New Moon-Reihe, in den Farben schwarz, schwarz, rot, schwarz, weiß und schwarz. Auf Englisch. Nun hat unser kleiner Rauschgoldengel ja leider auch so einen ausnehmend neben der Spur liegenden Geschmack, so daß ich diese Reihe - wenigstens als Einzelbücher - im englischen Originaltitel zumindest vom sehen her schon kannte. Und da Madame manchmal leichte Probleme mit der englsichen Sprache hat, durfte ich auch schon des öfteren mal ein paar Seiten dieser Bücher lesen (und übersetzen). Mal abgesehen davon, was man von Stephenie Meyers' Schreibstil halten mag: Was für ein Frauenbild ist das da eigentlich in diesem Buch? Verstehen sich Frauen im 21. Jahrhundert wirklich so? Kochen, Aufräumen, Haushalt, Mann anschmachten, Kinder kriegen? Ich dachte zuerst, ich hätte vielleicht nur ein paar wenige, nicht repräsentative Stellen beim Übersetzen erwischt, aber da mich die selben beiden „Weibsbilder”, mit denen dieses Posting angefangen hat, in den Kinofilm (den ersten!) geschleift haben, ist mir klar, daß ich mich nicht geirrt habe. Und das interessante ist, daß die Frauen das alles anscheinend total ausblenden können: In der Firma habe ich meine Argumente mal gegenüber zwei Kolleginnen angebracht, die von ebenjener Buch-/Filmreihe schwärmten, und was war die Antwort: „Das ist halt ein Frauenfilm!” So ein Käse. „Sex And The City” ist eine Frauenserie, aber die Frauen da kochen auch nicht die ganze Zeit (oder machen Haushalt und kriegen Kinder. Schwanger dagegen werden zwei dagegen glaube ich schon)!
Es geht aber immer noch schlimmer. Unser Rauschgoldengelchen hat eine neue Autorin angeschleppt, auch Vampirromane. Jennifer Armintrout. Und ich Trottel hab natürlich aus Neugier mal ein paar Seiten angelesen. Meine Güte. Das ist wirklich eine Zumutung. Man fühlt sich beim Lesen wie bei einer Lobotomie - bei vollem Bewusstsein. Oder als würden einem jemand mit einer stumpfen Rasierklinge Schicht für Schicht das Gehirn abtragen. Und welche Antwort kriegt man, wenn man mal vorsichtig nachfragt: „Das Buch ist aber doch toll, das hat alles, das ist spannend, sexy und romantisch.” Meine Fresse. Ich würde hier gerne mal ein oder zwei Abschnitte zitieren, befürchte aber, daß dieses Blog dann nicht mehr jugendfrei wäre.
Tja. Und jetzt steht hängen BDSM-Kalender im Buchladen, und es hat einen ganzen Grabbeltisch voller Vampirliteratur. Was soll man dazu sagen? Mich nervts. Vor allem, wenn Amazon anfängt, einem Vampirbücher zu empfehlen. Weil man sich mal was von Kathy Reichs gekauft hat. Ist klar.
Schaut nächste Woche wieder rein, dann lästere ich über „All-Age-Fantasy”. Oder vielleicht auch nicht. Da ist ja Weihnachten. Gerade laufen die „4 Non Blondes”. Ich frage mich, was die zum derzeitigen Vampirroman-Hype gesagt hätten.
Neue Repository-Verwaltung macht der Dezember
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Technik
Sonntag, 20. Dezember 2009
Ich wurde im IRC heftig dazu genötigt, die Verwaltung meiner eigenen Debian-Pakete doch mal auf die Software reprepro umzustellen. Genau das habe ich jetzt auch gemacht. Auffälligster „Nebeneffekt” ist sicher, daß die ganzen alten Pakete, die seit Jahren niemand mehr gebraucht hat, jetzt endlich mal rausgeflogen sind. Wenn ihr Probleme beim Einbinden habt, dann lasst mich das doch bitte wissen.
Immer diese Sonnenbrillen
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Montag, 14. Dezember 2009
Das folgende Bild muß aus Kalifornien stammen:

Ansonsten ging es heute im Frühstücksfernsehen mal wieder um den unerfreulichen Luftangriff in Afghanistan und die Frage, ob denn nun Minister Guttenberg oder der ehemalige Generalinspekteur Schneiderhan die Wahrheit gesagt haben in Bezug darauf, wann der Minister wie umfassend informiert wurde. Das ganze haben sie schön auf den Punkt gebracht:
Da kann man sich jetzt eigentlich kaum entscheiden - ein Politiker und ein Militär, da stehen die Chancen doch eher halbe-halbe, oder? Dave Brubeck, „Take Five”!

Ansonsten ging es heute im Frühstücksfernsehen mal wieder um den unerfreulichen Luftangriff in Afghanistan und die Frage, ob denn nun Minister Guttenberg oder der ehemalige Generalinspekteur Schneiderhan die Wahrheit gesagt haben in Bezug darauf, wann der Minister wie umfassend informiert wurde. Das ganze haben sie schön auf den Punkt gebracht:
QUOTE:
Es steht Aussage gegen Aussage - einer von beiden lügt.
Da kann man sich jetzt eigentlich kaum entscheiden - ein Politiker und ein Militär, da stehen die Chancen doch eher halbe-halbe, oder? Dave Brubeck, „Take Five”!
Postfix 2.7-20091209 für Debian/lenny
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Technik
Samstag, 12. Dezember 2009
Wie ich hier angekündigt hatte, gibt's diese Woche einen neuen 2.7er-Snapshot. Mittlerweile wurde das Logging für den SMTP-Proxy-Betrieb offiziell aufgenommen, wir begrüßen das neue Feature „sender_dependent_default_transport_maps” und einige kleine Bugfixes/Verbesserungen, die man alle miteinander im Changelog (ab Changeset 20091121) nachlesen kann.
Zu finden sind die Pakete wie üblich hier.
Johnny Cash singt mir hier gerade „Ring of Fire” in's Ohr - sehr passend irgendwie, ist draußen doch alles weiß.
Zu finden sind die Pakete wie üblich hier.
Johnny Cash singt mir hier gerade „Ring of Fire” in's Ohr - sehr passend irgendwie, ist draußen doch alles weiß.
Mhmmm... Ananas!
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Vermischtes
Mittwoch, 9. Dezember 2009
Lecker, gesund und offensichtlich lebenslustig:

Jean Sibelius, Symphonie Nr. 1 in E-Moll.

Jean Sibelius, Symphonie Nr. 1 in E-Moll.
Die Lego-Matrix
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Vermischtes
Dienstag, 8. Dezember 2009
Da habe ich mich wirklich kaputt gelacht - und war begeistert:
Und weil er gerade im Hintergrund läuft (fragt nicht): Drüben bei USA erklärt gibt es einen lesenwerten Artikel, der sich unter anderem mit „Still Alive” beschäftigt. Ansonsten habe ich den Zahnarzt überlebt und die meisten Weichnachtsgeschenke schon besorgt.
Und weil er gerade im Hintergrund läuft (fragt nicht): Drüben bei USA erklärt gibt es einen lesenwerten Artikel, der sich unter anderem mit „Still Alive” beschäftigt. Ansonsten habe ich den Zahnarzt überlebt und die meisten Weichnachtsgeschenke schon besorgt.
Logging für smtpd_proxy-Setups
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Technik
Sonntag, 6. Dezember 2009
Ich hab die Pakete von hier gleich nochmal geupdated, um diesen Patch einzubauen. Sieht dann z.B. so:
Die Wochenenden sind wirklich immer viel zu kurz!
CODE:
Dec 6 13:51:29 nemea postfix/smtpd[10956]: proxy-accept:
END-OF-MESSAGE: 250 2.0.0 from MTA([127.0.0.1]:10025):
250 2.0.0 Ok: queued as BBB1B10011;
from=<postfix-users-bounces+cite+de-postfix-users=incertum.net@de.postfix.org>
to=<cite+de-postfix-users@incertum.net> proto=ESMTP helo=<postfix.charite.de>
Die Wochenenden sind wirklich immer viel zu kurz!
Postfix 2.7-20091115 für Debian/lenny
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Technik
Samstag, 5. Dezember 2009
Ich mach das jetzt doch - ab sofort hat es in meinem Repository also Pakete für den Entwicklungszweig von Postfix. Diese Versionen sind mit dem Hinweis „experimental” gekennzeichnet:
Der Hauptgrund für diesen Schritt sind zwei neue Features, die derzeit in die 2.7-Reihe einfließen - nachzulesen im Original z.B. hier:
Zum einen enthält der Experimental-Zweig das Programm postscreen. Inspiriert von Programmen wie dem OpenBSD spamd dient dieses Tool dazu, durch verschiedene Tests Spambots („Zombies”) von den eigentlichen SMTP-Listener-Prozessen fernzuhalten. Die Idee dahinter und einen groben Überblick über die Funktionsweise gibt es z.B. in diesem PDF. Unerwartet wirksam war hier das "pregreet" getaufte Feature. Dabei wird von postscreen(8) als Begrüßung zunächst das SMTP-Banner mit einem Minuszeichen zwischen dem 220er-Statuscode und dem Hostnamen ausgegeben:
Wie jedem Posthamster bekannt sein dürfte, leitet diese Art von SMTP-Antwort eine mehrzeilige Antwort ein - sprich, obiges ist nicht die Aufforderung, doch bitte SMTP zu sprechen. Erst nach einer konfigurierbaren Wartezeit (Default: 4 Sekunden) wird diese „multiline response” abgeschlossen:
(Man beachte das fehlende Minuszeichen!) Wenn ein Client vor der vollständigen Übermittlung des Banners zu sprechen beginnt (und keine vernünftige SMTP-Implementierung in einem echten Mailserver sollte so etwas tun!), so kann postscreen(8) dazu gebracht werden, die Verbindung zu trennen. Und das ist effektiv:
Das sind dann also einfach mal über eineinhalb Millionen Zombies, die anderweitig keine Resourcen mehr verbraucht haben. Und Rechner, die dieses Tests bestanden haben, kommen für 24h in eine Whitelist - sprich, die Mailserver von Kunden, Partnern und Mailinglisten werden nach kürzester Zeit keine Verzögerungen mehr zu beklagen haben.Achtung: Wenn man die Black- und Whitelist-Features von postscreen(8) benutzen will, dann sollte man dies tunlichst nur mit dem tun, was Wietse als „low latency databases” bezeichnet - im Klartext: Mit SQL-Datenbanken kann es da zu Problemen kommen!
Das zweite Feature wurde von Wieste mit folgendem Vermerk angekündigt:
Gemeint ist damit eine Verbesserung der Art und Weise, wie Postfix mit einem SMTP-Proxy, also im „before-queue content-filtering”-Modus, zusammenarbeitet. Bisher war es so, daß Postfix die Verbindungen, sobald der erste Empfänger akkzeptiert wurde (da bin ich mir jetzt nicht zu 100% sicher, könnte auch erst zu Beginn der Data-Phase gewesen sein) an den SMTP-Proxy, also z.B. amavisd-new, weitergeleitet hat. Wenn die Übermittlung der eigentlichen Mail jetzt längere Zeit gedauert hat, war trotzdem die ganze Zeit ein Filter-Prozess belegt. Mit dem neuen Feature „smtpd_proxy_options = speed_adjust” werden Mails jetzt erst nach der vollständigen Übermittlung an den Filter weitergeleitet - und da die Filter im Normalfall deutlich besser an Postfix angebunden sind (Ethernet oder gar Loopback) ist der SMTP-Proxy in so einem Fall dann nur deutlich kürzer belegt.
Ich werde versuchen, in Zukunft regelmäßig neue Snapshots als Debian-Pakete zur Verfügung zu stellen, kann aber natürlich nichts versprechen. Und allen, die die Pakete einsetzen kann ich nur raten, die Logs sorgfältig im Auge zu behalten - und natürlich die Dokumentation zu den neuen Features sowie zu Upgrades zu lesen!
QUOTE:
New features are tested in experimental releases. They become part of the next official release once the code has not changed for a significant amount of time. Although this code is still subject to change, it runs on all of Wietse's systems so it is production quality.
Der Hauptgrund für diesen Schritt sind zwei neue Features, die derzeit in die 2.7-Reihe einfließen - nachzulesen im Original z.B. hier:
Zum einen enthält der Experimental-Zweig das Programm postscreen. Inspiriert von Programmen wie dem OpenBSD spamd dient dieses Tool dazu, durch verschiedene Tests Spambots („Zombies”) von den eigentlichen SMTP-Listener-Prozessen fernzuhalten. Die Idee dahinter und einen groben Überblick über die Funktionsweise gibt es z.B. in diesem PDF. Unerwartet wirksam war hier das "pregreet" getaufte Feature. Dabei wird von postscreen(8) als Begrüßung zunächst das SMTP-Banner mit einem Minuszeichen zwischen dem 220er-Statuscode und dem Hostnamen ausgegeben:
CODE:
220-mail.example.net ESMTP
Wie jedem Posthamster bekannt sein dürfte, leitet diese Art von SMTP-Antwort eine mehrzeilige Antwort ein - sprich, obiges ist nicht die Aufforderung, doch bitte SMTP zu sprechen. Erst nach einer konfigurierbaren Wartezeit (Default: 4 Sekunden) wird diese „multiline response” abgeschlossen:
CODE:
220 mail.example.net ESMTP
(Man beachte das fehlende Minuszeichen!) Wenn ein Client vor der vollständigen Übermittlung des Banners zu sprechen beginnt (und keine vernünftige SMTP-Implementierung in einem echten Mailserver sollte so etwas tun!), so kann postscreen(8) dazu gebracht werden, die Verbindung zu trennen. Und das ist effektiv:
CODE:
# zgrep -c PREGREET /var/log/mail.log.1.gz
1622936
Das sind dann also einfach mal über eineinhalb Millionen Zombies, die anderweitig keine Resourcen mehr verbraucht haben. Und Rechner, die dieses Tests bestanden haben, kommen für 24h in eine Whitelist - sprich, die Mailserver von Kunden, Partnern und Mailinglisten werden nach kürzester Zeit keine Verzögerungen mehr zu beklagen haben.Achtung: Wenn man die Black- und Whitelist-Features von postscreen(8) benutzen will, dann sollte man dies tunlichst nur mit dem tun, was Wietse als „low latency databases” bezeichnet - im Klartext: Mit SQL-Datenbanken kann es da zu Problemen kommen!
Das zweite Feature wurde von Wieste mit folgendem Vermerk angekündigt:
QUOTE:
This addresses a concern of people in Europe who want to reject all bad mail with a before-queue filter. The alternative, an after-queue filter, means they would have to discard bad mail (which is illegal) or bounce bad mail (which violates good network citizenship).
Gemeint ist damit eine Verbesserung der Art und Weise, wie Postfix mit einem SMTP-Proxy, also im „before-queue content-filtering”-Modus, zusammenarbeitet. Bisher war es so, daß Postfix die Verbindungen, sobald der erste Empfänger akkzeptiert wurde (da bin ich mir jetzt nicht zu 100% sicher, könnte auch erst zu Beginn der Data-Phase gewesen sein) an den SMTP-Proxy, also z.B. amavisd-new, weitergeleitet hat. Wenn die Übermittlung der eigentlichen Mail jetzt längere Zeit gedauert hat, war trotzdem die ganze Zeit ein Filter-Prozess belegt. Mit dem neuen Feature „smtpd_proxy_options = speed_adjust” werden Mails jetzt erst nach der vollständigen Übermittlung an den Filter weitergeleitet - und da die Filter im Normalfall deutlich besser an Postfix angebunden sind (Ethernet oder gar Loopback) ist der SMTP-Proxy in so einem Fall dann nur deutlich kürzer belegt.
Ich werde versuchen, in Zukunft regelmäßig neue Snapshots als Debian-Pakete zur Verfügung zu stellen, kann aber natürlich nichts versprechen. Und allen, die die Pakete einsetzen kann ich nur raten, die Logs sorgfältig im Auge zu behalten - und natürlich die Dokumentation zu den neuen Features sowie zu Upgrades zu lesen!
Komplexes Setup
Geschrieben in
Technik
Freitag, 4. Dezember 2009
CODE:
cite@antiope:~$ virsh list
Connecting to uri: qemu:///system
Id Name State
----------------------------------
5 postfix2 running
6 postfix1 running
11 dev32 running
12 dev64 running
13 filter1 running
14 filter2 running
15 iscsi1 running
17 iscsi2 running
23 nagios1 running
24 nagios2 running
46 igw1 running
47 igw2 running
48 egw2 running
49 egw1 running
51 quaggamon running
55 rac2 running
56 rac1 running
72 cli01 running
73 cli02 running
Und ich muß jetzt wirklich die Tomaten schneiden...
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