Kamikaze 8.09 auf meinem Asus WL500g Premium
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Technik
Dienstag, 28. April 2009
Einer der ersten Einträge in diesem Blog - von vor fast genau zwei Jahren - war die Anmerkung, daß sich mein damaliger Router - ein Book-PC - verabschiedet hatte und von mir durch einen Asus WL500g Premium ersetzt wurde. Dieser basiert auf einem Broadcom-Chipsatz, hat 8 MB Flash- und 32MB RAM-Speicher und ist damit mehr als ausreichend, um auch komplexe Installationen zu verkraften (davon abgesehen ist die CPU mit 266 MHz eine der schnelleren).
Damals - ich mein, das ist jetzt auch schon über zwei Jahre her, war noch die Version mit dem Codenamen „White Russian“ von OpenWRT aktuell. Seit damals hat sich viel getan, und so habe ich mittleweile dann nach über 24 Monaten doch mal ein Upgrade vorgenommen, auf die Version 8.09 mit dem Codenamen „Kamikaze“. Da gab's dann auch irgendwie gleich die ersten Mißverständnisse: Von dieser Version gibt's zwei Ableger, einen mit einem Kernel aus der 2.4er-Serie und einen mit einem 2.6er-Kernel. Und dummerweise hatte ich die Hinweise, die sich auf die Unterstützung des WLAN-Chips bezogen, irgendwie nicht richtig verstanden und war deshalb der Meinung, daß das mit dem 2.6er-Kernel noch nicht so richtig funktioniert. Tja, mittlerweile bin ich schlauer. Sei's drum, die Version mit dem 2.4er funktioniert ja genauso.
Was hat sich also alles gändert? Als erste fällt mir hier natürlich die neue Oberfläche mit Namen „LuCi“ ein - die zwingt nämlich meinen Firefox 3 so dermaßen in die Knie, daß das Arbeiten mit ihr eine einzige Tortur ist. Was man ihr aber zu Gute halten muß: Sie kann um einiges mehr als ihre Vorgängerversionen. Direkt danach muß man glaube ich die Integration von Weboberfläche, normalen Unix-Konfigurationsdateien und Skripten erwähnen: Die ist nämlich ziemlich gut gelungen.
Alle Konfigurationen, die man via Weboberfläche verändet, werden nämlich in einer Datei mit Namen /etc/config/luci_ angelegt - und von den Init-Skripten dann übertragen. Man kann bei vielen Diensten (z.B.dnsmasq) auch die normalen Unix-Konfigurationsdateien (z.B. die /etc/ethers) bearbeiten, die Init-Skript erstellen sehr oft aus den Informationen die Dienstekonfiguration „on the fly“, mit dazugehörigem Symlink in /etc - das finde ich dann doch ziemlich elegant.
Der Paketmanager ipkg wurde durch ein fast identisch zu bedienendes Tool mit Namen opkg ersetzt - am meisten dürfte auffallen, daß man nach jedem Booten einmal die Paketlisten mittels opkg update neu einlesen muß. Und das Angebot an Paketen hat es in sich: Neben „Evergreens“ wie VPN-Software, Radius-Server und Asterisk finden sich auch Pakete wie Samba in Version 3 (mit dazu passender toller Unterstützung für USB2).
Die Standardfunktionalität zu erhalten ging schneller als je zuvor, für IPv6 und QoS sind fertige Skript-Pakete verfügbar, DDNS lies sich via Weboberfläche einstellen, Portforwarding ebenso und die internen Hostnamen bzw. DHCP-Reservierungen landeten in /etc/ethers.local und /etc/hosts.local. Nach ca. 15 Minuten Konfiguration blieb eigentlich nur noch eins: Die Installation von collectd, den es mitsamt Frontend für die Weboberfläche in fertig paketierter Form gibt - somit steht denn auch Schmankerln wie der graphischen Auswertung von Datentransferraten oder CPU-Auslastungen nichts mehr im Weg.
Alles in allem kann sich die neuestes OpenWRT-Version durchaus sehen lassen. Wenn mir jetzt noch jemand sagt, was denn die größten Unterschiede zwischen dem 2.4- und dem 2.6-Branch sind, dann kann ich vielleicht Johnny Cashs „One“ noch in Ruhe zu Ende hören, bevor ich aus dem Haus muß
Damals - ich mein, das ist jetzt auch schon über zwei Jahre her, war noch die Version mit dem Codenamen „White Russian“ von OpenWRT aktuell. Seit damals hat sich viel getan, und so habe ich mittleweile dann nach über 24 Monaten doch mal ein Upgrade vorgenommen, auf die Version 8.09 mit dem Codenamen „Kamikaze“. Da gab's dann auch irgendwie gleich die ersten Mißverständnisse: Von dieser Version gibt's zwei Ableger, einen mit einem Kernel aus der 2.4er-Serie und einen mit einem 2.6er-Kernel. Und dummerweise hatte ich die Hinweise, die sich auf die Unterstützung des WLAN-Chips bezogen, irgendwie nicht richtig verstanden und war deshalb der Meinung, daß das mit dem 2.6er-Kernel noch nicht so richtig funktioniert. Tja, mittlerweile bin ich schlauer. Sei's drum, die Version mit dem 2.4er funktioniert ja genauso.
Was hat sich also alles gändert? Als erste fällt mir hier natürlich die neue Oberfläche mit Namen „LuCi“ ein - die zwingt nämlich meinen Firefox 3 so dermaßen in die Knie, daß das Arbeiten mit ihr eine einzige Tortur ist. Was man ihr aber zu Gute halten muß: Sie kann um einiges mehr als ihre Vorgängerversionen. Direkt danach muß man glaube ich die Integration von Weboberfläche, normalen Unix-Konfigurationsdateien und Skripten erwähnen: Die ist nämlich ziemlich gut gelungen.
Alle Konfigurationen, die man via Weboberfläche verändet, werden nämlich in einer Datei mit Namen /etc/config/luci_
Der Paketmanager ipkg wurde durch ein fast identisch zu bedienendes Tool mit Namen opkg ersetzt - am meisten dürfte auffallen, daß man nach jedem Booten einmal die Paketlisten mittels opkg update neu einlesen muß. Und das Angebot an Paketen hat es in sich: Neben „Evergreens“ wie VPN-Software, Radius-Server und Asterisk finden sich auch Pakete wie Samba in Version 3 (mit dazu passender toller Unterstützung für USB2).
Die Standardfunktionalität zu erhalten ging schneller als je zuvor, für IPv6 und QoS sind fertige Skript-Pakete verfügbar, DDNS lies sich via Weboberfläche einstellen, Portforwarding ebenso und die internen Hostnamen bzw. DHCP-Reservierungen landeten in /etc/ethers.local und /etc/hosts.local. Nach ca. 15 Minuten Konfiguration blieb eigentlich nur noch eins: Die Installation von collectd, den es mitsamt Frontend für die Weboberfläche in fertig paketierter Form gibt - somit steht denn auch Schmankerln wie der graphischen Auswertung von Datentransferraten oder CPU-Auslastungen nichts mehr im Weg.
Alles in allem kann sich die neuestes OpenWRT-Version durchaus sehen lassen. Wenn mir jetzt noch jemand sagt, was denn die größten Unterschiede zwischen dem 2.4- und dem 2.6-Branch sind, dann kann ich vielleicht Johnny Cashs „One“ noch in Ruhe zu Ende hören, bevor ich aus dem Haus muß
ToDo-Liste auf Steroiden
Geschrieben in
Technik
Dienstag, 21. April 2009
Well you ask me if I'll forget my baby. I guess I will, someday.
Ich gebe es ja zu: Das obige, kurze Zitat aus Johnny Cashs „Guess Things Happen That Way“ passt nicht so 100%ig zu diesem Eintrag - aber der Song ist Klasse. Es soll heute darum gehen, wie man sich helfen kann, bestimmte Dinge nicht zu vergessen. Ich hatte ja kürzlich schon etwas über Kalender geschrieben, aber seien wir ehrlich, nur der Rat, sich Dinge doch in den Kalender einzutragen, ist irgendwie noch nicht wirklich glückseelig machend. Denn wenn man sowohl die Dinge, die man in seiner Freizeit, als auch die Aufgaben am Arbeitsplatz wirklich effizient erledigen will, dann braucht man doch eher ein Konzept, mit dem man etwas universeller fährt.
Ein solches Konzept ist Getting Things Done oder kurz: GTD. Ich empfehle stark, den Wikipedia-Artikel mal zu überfliegen, aber im Prinzip basiert GTD auf einem, dem meiner Meinung nach, wichtigsten, Pfeiler:
Man schreibt sich alles, was einem einfällt, auf.
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Was über ein Jahr währt...
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Technik
Donnerstag, 16. April 2009
...wird endlich gut. Die Rede ist von meinem Handy, und allein die Tatsache, daß ich hier über so etwas langweiliges blogge, sollte Euch schon zeigen, wie sehr mir das im Magen gelegen ist. Aner mal langsam und der Reihe nach:
Ich hatte schon zweimal geschrieben, daß ein unglücklicher Zufall mit der Firmware verhindert hat, daß sich mein Handy mit dem Mac über Blauzahn verbinden lässt. Nachdem da über ein Jahr lang nichts passiert war, hatte ich längst resigniert und habe das Telefon nur noch über das Kabel mit dem Rechner abgeglichen. Zwischenzeitlich hatte ich mal eine Gutschrift von Vodafone erhalten, restlos glücklich gemacht hatte mich die aber auch nicht (obwohl sie recht großzügig war).
Jetzt hatte ich gestern, aus welchem Grund auch immer, mal wieder in den Thread im Nokia-Forum reingeschaut - und was sahen meine entzündeten Äuglein da? Angeblich gäbe es eine neue Firmware, mit der alles wieder funktionieren würde. Für mich wär das natürlich eine tolle Sache, mein Vertrag würde sich zwar demnächst verlängern lassen, womit ich mir dann auch ein neues Handy gönnen könnte, aber eigentlich bin ich mit dem N73 recht zufrieden.
Wie dem auch sein, meine spontane Vofrreude wurde etwas gedämpf, als mir auffiel, daß die entsprechenden Behauptungen schon von letztem Jahr sind und es den Leuten im Forum nicht anders ging als mir - ich sehe nämlich in unregelmäßigen Abständen mit dem Updater (ja, Windows XP und eine virtuelle Maschine machen mich so kühn!) nach, ob eine neue Version verfügbar ist, bisher jedoch ohne Erfolg. Und auch diesmal war das Ergebnis das gleiche wie sonst: „Ihre Firmware ist auf dem aktuellen Stand.“ Die Lösung brachte dann der kurze Hinweis, daß diese neue Firmware nur für sog. "unbranded" Geräte zur Verfügung stehe - also für Geräte, an denen die Netzbetreiber keine Anpassungen vorgenommen haben.
Ich hatte schon zweimal geschrieben, daß ein unglücklicher Zufall mit der Firmware verhindert hat, daß sich mein Handy mit dem Mac über Blauzahn verbinden lässt. Nachdem da über ein Jahr lang nichts passiert war, hatte ich längst resigniert und habe das Telefon nur noch über das Kabel mit dem Rechner abgeglichen. Zwischenzeitlich hatte ich mal eine Gutschrift von Vodafone erhalten, restlos glücklich gemacht hatte mich die aber auch nicht (obwohl sie recht großzügig war).
Jetzt hatte ich gestern, aus welchem Grund auch immer, mal wieder in den Thread im Nokia-Forum reingeschaut - und was sahen meine entzündeten Äuglein da? Angeblich gäbe es eine neue Firmware, mit der alles wieder funktionieren würde. Für mich wär das natürlich eine tolle Sache, mein Vertrag würde sich zwar demnächst verlängern lassen, womit ich mir dann auch ein neues Handy gönnen könnte, aber eigentlich bin ich mit dem N73 recht zufrieden.
Wie dem auch sein, meine spontane Vofrreude wurde etwas gedämpf, als mir auffiel, daß die entsprechenden Behauptungen schon von letztem Jahr sind und es den Leuten im Forum nicht anders ging als mir - ich sehe nämlich in unregelmäßigen Abständen mit dem Updater (ja, Windows XP und eine virtuelle Maschine machen mich so kühn!) nach, ob eine neue Version verfügbar ist, bisher jedoch ohne Erfolg. Und auch diesmal war das Ergebnis das gleiche wie sonst: „Ihre Firmware ist auf dem aktuellen Stand.“ Die Lösung brachte dann der kurze Hinweis, daß diese neue Firmware nur für sog. "unbranded" Geräte zur Verfügung stehe - also für Geräte, an denen die Netzbetreiber keine Anpassungen vorgenommen haben.
Weiterlesen: Was über ein Jahr währt...
Die Zensurprovider
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Mittwoch, 15. April 2009
Ihr erinnert Euch ja bestimmt an diesen Wirbel, den die von der Laien (sic!) gemacht hat, zwecks ihrer Sperre von Kinderporno-Seiten. Jetzt mag man von der guten Frau als solches halten, was man will, und ebenso von ihrem Vorstoß - aber was auch jeden Fall interessant ist, ist zu wissen, wie das der eigene Provider hält.
Und diese Frage wird jetzt beantwortet: Liste der Zensurprovider. Ich habe nur irgendwie das Gefühl, daß der Hinweis „learn2whois“ auf dieser Seite einen findigen Abmahnanwalt irgendwie nicht beeindrucken wird. Hoffentlich hat sich der Autor da mal kein Ei gelegt...
Und diese Frage wird jetzt beantwortet: Liste der Zensurprovider. Ich habe nur irgendwie das Gefühl, daß der Hinweis „learn2whois“ auf dieser Seite einen findigen Abmahnanwalt irgendwie nicht beeindrucken wird. Hoffentlich hat sich der Autor da mal kein Ei gelegt...
Debian/lenny und der Apple CalendarServer - Feinheiten
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Technik
Dienstag, 14. April 2009
I've been everywhere, man. I've been everywhere, man. Crossed the desert's bare, man. I've breathed the mountain air, man. Of travel I've had my share, man. I've been everywhere.
Johnny Cash ist eindeutig viel rumgekommen - wenn man dem obigen Refrain aus „I've Been Everywhere“ glauben darf. Und wenn man dem Film über ihn glauben darf, so hatte er, nachdem seine Karriere in Schwung gekommen ist, einiges an Leuten, die sich für ihn um so kleine Details wie Tour-Termine etc. gekümmert haben.
Ich selbst - und wahrscheinlich auch die meisten von Euch - kommen natürlich nicht so viel rum wie der „Man in Black“. Und trotzdem ist es oft genug so, daß wir, z.B. in der Arbeit, das Bedürfnis haben, auf die Dinge zuzugreifen, die wir benutzen, um unseren persönlichen Alltag zu regeln. Für Mails ist das hochgradig trivial, es gibt im Netz viele tausende Anleitungen, wie man sich eine der diversen Webmail-Oberflächen auf seinen eigenen Server klatscht. Das ist dann zwar nicht immer unbedingt komfortabel - wer mit dem üblichen, in PHP implementierten Kram schon mal in harte Timeouts gelaufen ist bei dem Versuch, einen Mailfolder mit ein paar 10000 Mails zu öffnen, der wird wissen, was ich meine - aber in den meisten Fällen zumindest erträglich. Im Fall von Mails ist die Weboberfläche ja auch meist nur eine Krücke, weil man aus einem Großteil aller Firmennetzwerke ja nicht via IMAP oder SSH „nach draußen kommt”.
Ein bißchen anders sieht das bei Kalendern aus. Natürlich gibt es diverse Lösungen, die einem auch via Weboberfläche einen Kalender anbieten, aber meistens ist das synchronisieren dieser Daten mit anderen lokalen Clients dann eine Tortur. Und hier springt ein Nachfolger des allseits beliebten bzw. gehassten WebDAV in die Bresche - die Rede ist von CalDAV. Mit CalDAV kann man einfach Kalender über normale HTTP(S)-Verbindungen ansprechen, sofern man einen geeigneten Server sein Eigen nennt. Da ich privat ja auch sehr viel Arbeit an meinem MacBook Pro unter Mac OS X erledige (steinigt mich!), fiel meine Wahl auf Apples CalendarServer. Dabei handelt es sich um einen in Python entwickelten CalDAV-Server, den ich seit einiger Zeit sehr effizient und mit großem Erfolg für genau diesen Zweck einsetze. Die Software ist als fertiges Paket in der Standard-Distribution von Debian/lenny enthalten. Im Folgenden will ich auf ein paar Punkte eingehen, die ich in meinem Setup verarbeitet habe. Es sei gesagt, daß ich bei mir bereits eine Infrastruktur - oder eher eine zentrale Ablage - für Paßwörter hatte (bei mir in Form einer PostgreSQL-Datenbank mit Paßwörtern im Klartext (wer das jetzt kritisieren will, der möge bitte einen alternativen Weg aufzeigen, wie man diverse Cypher ohne dieses unterstützen kann, und zwar so, daß es auch leicht in Postfix und Dovecot integierbar ist - Danke!).
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