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Menschliches
Mittwoch, 29. Oktober 2008
Orakel-Turing-Maschinen. Inklusion für Platz- und Zeitklassen. Immerman–Szelepcsényi. Savitch. Quadratischer Zeitverlust bei Bandkompression. Platz- und Zeithierarchien. Lineare Programmierung über |Z. Quantifizierbare boolesche Formeln. PSPACE als Vereinigung (für alle k) von ATime von n hoch k. Alterierende Turingmaschinen. Quantorencharakterisierung der polynomiellen Hierarchie. Vertex Cover. Satz von Cook. Zeit- und Platz-Translationssätze. Komplementabschluß von nichtdeterministischen Platzklassen. Christos H. Papadimitziou - Computational Complexity. Log-Platz-reduzierbar. Polynomielle Zeithierarchie. Pairing. OTM-Charakterisierung der polynomiellen Hierarchie. Korrolare. Theoreme.
Wie zum Geier kann man eine ganze Nacht lang Albträume von so einem Scheiß haben?
Ich habe gerade nasse Füße, weil ich in der Stadt war und mein Regenschirm wohl doch etwas zu klein für die Kombination aus Wind und Wetter war. Oder vielleicht bin ich auch zu blind, um den Pfützen ausuzweichen. Wie auch immer, das schlägt mir auf die Laune, auch, wenn ich gerade mit dicken Wollsocken hier sitze und langsam wieder warm werde. Was mich aber momentan vielmehr wurmt, ist daß mein Kumpel Jonas so ein verdammtes Superhirn ist - und mich nichtmal an seiner Weisheit teilhaben lässt.
Jonas und ich schicken uns in unregelmäßigen Abständen kleine Kryptographie-Rätsel hin und her. Nichts kompliziertes, weil man es ja noch lösen können soll. Unregelmäßig deshalb, weil immer der aktuelle Empfänger das gegenwärtige Rätsel lösen muß, bevor er dem jeweils anderen eine neue Herausforderung schicken darf. Nun war letztens ich an der Reihe und dachte mir, ich bin mal kreativ. Ich habe also den Klartext der Nachricht in Blockgruppen gleicher Länge aufgetaucht und dabei alle vier Blöcke einen Füllblock eingefügt, um die Statistik zu verrauschen. Nicht ganz, ein bißchen Bias sollte ja noch drin bleiben, sonst hätte Jonas ja keine Chance gehabt. Bei der Wahl des Schlüssels habe ich auf eine Mersenne-Primzahl zurückgegriffen. Die habe ich ebenfalls in Blöcke aufgeteilt, bin ein paar hundert Gruppen "in die Zahl rein gegangen" und habe das ganze dann ver-XOR-t.
So, was jetzt wenig überraschend war, ist die Tatsache, daß Jonas auf den Klartext gekommen ist. Was mich aber wirklich wurmt: Er hat mir auf den Kopf die Nummer der Primzahl und die Anzahl der Blöcke, die ich übersprungen hatte, zugesagt. Und der Arsch (ja, Jonas, Du bist gemeint!) hat mir nicht verraten wollen, wie er da draufgekommen ist.
Das war ja eine tolle Idee mit den Studiengebühren. Laut einer Studie des Bildungsministeriums haben sie ganze 19000 Abiturienten davon abgehalten, nach der Schule ein Studium anzutreten. Und ob sich an den Unis was geändert hat, darf bezweifelt werden, wenn man sich anschaut, daß die TU die Kohle aus den Studiengebühren - angeblich - in Umhängetaschen und Regenjacken investiert hat.
Manchmal kann man gar nicht soviel Nudeln futtern, wie man gerne wieder von sich geben würde
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Menschliches
Donnerstag, 23. Oktober 2008
Es ist Donnerstag. Genauer gesagt ist es kur vor vier Uhr. Mir ist kalt. Und vor allem merke ich, daß mich die Kombination aus Kälte, Wetter und Dunkelheit, die diese Jahreszeit mit sich bringt, runterzieht. Das erste Symptom ist bei mir dann immer, daß ich Schnulzen brauche. Sowohl als Film als auch als Musikstücke. Und da habe ich jetzt genau das richtige gefunden:
Und übrigens hat Jem nicht nur "Falling For You" gemacht sondern z.B. auch 24. Sucht bei YouTube ruhig mal ein bißchen rum, die Frau hat ein ziemlich großes Repertoire. Und einen Abschluß in Jura. Wenn das mal nicht cool ist
Weil ich gerade die Mail sehe: Am Sonntag kam auf meinen Debian/stable-Kisten ein Update für das Paket "tzdata" an. Das Paket sorgt dafür, daß Zeitzoneninformationen korrekt umgesetzt werden, indem es erstens das Mapping der internen Uhr auf die Systemzeit durchführt (wenn also z.B. die interne Uhr mit GMT läuft, man aber in Berlin wohnt) und zweitens für das automatische Umschalten zwischen Sommer- und Winterzeit durchführt. Ein wenig gewundert habe ich mich ja schon, daß so ein Update kommt, weil ich nicht groß was damit anfangen konnte (Sommer- und Winterzeit gibt es ja nun nicht erst seit gestern), aber hier stehen die Hintergründe (DST steht für "Daylight Saving Time", also Sommerzeit). Das muß man unbedingt gelesen haben. Am besten gefällt mir folgendes Zitat:
QUOTE:
The list of provinces that still haven't made up their mind is painfully
long: Rio Negro, Neuquen, Santa Cruz, Chubut, Jujuy, Corrientes, Santa Fe.
Any of them could decide to not change at any point between today and
Sunday 00:00. :-\
I'm really sorry to live in such a stupid country.
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Dienstag, 21. Oktober 2008
Es war im Freenode-IRC, und um genau zu sein, es war in #postfix. Man möchte es kaum glauben:
CODE:
19:44 < name> I once got laid with one of our super-stupid first level support blondies. But I guess that's a bit offtopic in #postfix, isn't it?
19:45 -!- Spec [n=nwheeler@ubuntu/member/spec] has quit [Read error: 104 (Connection reset by peer)]
19:46 < vice-versa> depends, did you do her on/over a postfix mta?
19:47 -!- weedar [n=sikrit@82.194.215.179] has quit [Read error: 104 (Connection reset by peer)]
19:47 < name> Not really.
19:47 -!- hever [n=hever@ip-78-94-189-221.unitymediagroup.de] has quit [Remote closed the connection]
19:48 < name> Which just strengthens the suspision already lingering inside of me that this might really be offtopic ;-)
19:53 < rob0> Did you send her emails afterward?
19:54 < name> Actually, I did.
19:54 < rob0> Great! We're on topic!! :)
19:54 < name> And now that you mention it, I did this using Posftix!
19:54 < rob0> of course
19:55 < vice-versa> yeah sounds on topic to me too
19:56 < name> This was in around 2004, she was working on the other side of the Atlantic (Chicago). I just stayed there for two weeks.
19:56 < vice-versa> where there any performance issues or undesirable long term side-effects?
19:56 < name> And I decided to discard(8) her when I found out she was actually married.
19:57 < rob0> oh my, that is not a good user interface
Um mal einen genervten Mitarbeiter der Audi AG zu zitieren (er war aus dem eBusiness-Bereich und es ging um einen offenen Exchange-Server in den Vereinigten Emiraten): "Ich verstehe unsere Themen nicht mehr!"
Jeder Mailserver-Betreiber kennt DNS-Blacklisten. In Echtzeit kann der eigene Mailserver so mit einer einfachen DNS-Anfrage schon bei der Einlieferung einer Mail nachsehen, ob der verbundene Client schon früher unangenehm aufgefallen ist. Der Mechanismus funktioniert, wenn man ihn mit etwas Hirn und Bedacht (lies: Scoring-Mechanismen, Ausnahmelisten, beobachten der Policy der betreffenden DNSBL etc. pp.) einsetzt auch wirklich gut.
Das farbliche und funktionale Gegenteil einer DNS-Blacklist ist eine DNS-Whitelist. Da stehen die Hosts drin, von denen selten oder gar nie Spam versandt wird. Die meinem Empfinden nach bekannteste dieser Listen ist dnswl.org. Benutzt wird diese Liste wie alle anderen DNS-Blacklists auch:
Das ist soweit mal eine gute Sache - denn wenn man in dieser Liste drinne steht, wird der Mailversand ein Stückchen einfacher. So vergibt zum Beispiel jede halbwegs aktuelle Version von SpamAsassin (und dank sa-update kann mann eigentlich jede Version halbwegs aktuelle halten ) Bonuspunkte, wenn der einliefernde Mailserver in dieser Liste steht. Schon mal nicht schlecht, aber eine Sache bleibt verbesserungswürdig: Zu wenige Installationen nutzen dnswl.org, um einliefernden Mailservern Prüfungen wie Greylisting oder den Lookup in anderen DNSBLs zu ersparen - obwohl man das eigentlich tun sollte. Das liegt zum einen daran, daß fast jeder Mailserver eine Funktion mitbringt, um einen Client nach einem DNSBL-Treffer abzuweisen, aber fast keiner kennt ein Kommando für das Gegenteil. Dabei wäre es so einfach. Unter Postfix z.B. hat man ja meistens irgendwie die folgende Struktur in den Zugriffsregelungen drin:
Und diese Datei lässt man einmal am Tag folgendermaßen erzeugen:
CODE:
# renew DNSWL data
/usr/bin/rsync --times rsync1.dnswl.org::dnswl/postfix-dnswl-permit /etc/postfix/dnswl-permit.cidr
Einmal am Tag reicht wirklich, so oft ändern sich die Daten ja nicht. Neustarten muß man Postfix danach auch nicht, der kriegt Änderungen in Lookup-Tabellen von selber mit. Das ganze einzurichten dauert - vorausgesetzt man kennt die Struktur der eigenen Access-Regeln - ungefähr zwei Minuten, vielleicht drei, wenn man die rsync-Adresse nachsehen muß. Ich verstehe nicht, warum so viele Leute das nicht geregelt kriege. Besonders schlimm ist das, wenn die empfangenden Server selber in der Liste stehen - da reicht's dann bei mir nur noch zum Kopfschütteln.
So. Das war jetzt die Technik für heute. Aber es ist ja Montag, es ist kurz nach 04:00 Uhr, ich bin noch nicht lange wach und die Woche wird lang. Deswegen habe ich noch etwas für Euch - genauer gesagt "Romeo And Juliet" von den "Killers":
Wer sich das jetzt nicht in Ruhe, mit geschlossenen Augen anhört und auch, wer bei dem Lied nicht spontan an Kuscheln oder ein Konzert mit tausenden Feuerzeugen denken muß, bei dem stimmt irgendwas nicht.
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Sonntag, 19. Oktober 2008
Ich habe gerade zufällig (sic!) den Fernseher eingeschaltet und dabei bemerkt, daß heute anscheinend auf ProSieben ein Jodie Foster-Abend angesagt ist: Zuerst "Flight Plan" und dann "Panic Room." Letzteren habe ich schon mehrmals gesehen und bin von ihm vorbehaltlos begeistert. In "Flight Plan" war ich damals mit Lars, und ich kann mich irgendwie nicht mehr richtig erinnern. Ich weiß noch, daß uns der Film eigentlich ganz gut gefallen hat, aber irgendwas hat uns beide am Ende bzw. an der Auflösung gestört.
Na ja, ich schau' mir das jetzt auf jeden Fall mal an - vielleicht fällt mir ja vorzeitig ein, was genau der Störfaktor war