Es ist drei Uhr morgens...
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Politik & Nachrichten
Montag, 28. April 2008
Ok, das stimmt gar nicht. Es ist natürlich nicht drei Uhr morgens, vielmehr wird es gleich sieben Uhr sein. Aber darum geht es auch gar nicht. Es geht eigentlich nur um den Werbespot von Hillary Clinton - für diejenigen, die ihn nicht kennen: Einfach hier klicken.
Wenn man sich in den U.S. of A. evt. nicht so gut auskennt, wird man erst mal nicht verstehen, daß dieser Spot nicht nur eine vordergründige Aussage enthält (wählt Hillary, weil sie erfahrener ist etc.), sondern auch eine Anspielung darstellt. Um genauer zu sein werden Amerikaner bei den beiden süß schlafenden Kindern sofort an ein „public service announcement” denken. Dabei handelt es sich um eine amerikanische Eigenart, zu der man hier in Deutschland keine direkte Entsprechung kennt. Bekannt geworden ist z.B. der Satz It's 10pm - do you know where your children are?, der über zwei Jahrzehnte lang vor den 22:00 Uhr-Nachrichten ausgestrahlt wurde.
Und da es sich bei diesen PSAs eben fast schon um eine Art Institution handelt, war ja klar, daß da früher oder später die tollsten Parodien erscheinen werden. Die bisher beste, die ich finden konnte, gibt es hier. Viel Spaß beim Anschauen!
Ich wünsche Euch eine angenehme und nicht zu anstrengende Woche - und werde mich jetzt zu den (für mich uncharakteristischen) Klängen von KT Tunstalls „Black Horse & The Cherry Tree” erneut in den Kampf stürzen.
Wenn man sich in den U.S. of A. evt. nicht so gut auskennt, wird man erst mal nicht verstehen, daß dieser Spot nicht nur eine vordergründige Aussage enthält (wählt Hillary, weil sie erfahrener ist etc.), sondern auch eine Anspielung darstellt. Um genauer zu sein werden Amerikaner bei den beiden süß schlafenden Kindern sofort an ein „public service announcement” denken. Dabei handelt es sich um eine amerikanische Eigenart, zu der man hier in Deutschland keine direkte Entsprechung kennt. Bekannt geworden ist z.B. der Satz It's 10pm - do you know where your children are?, der über zwei Jahrzehnte lang vor den 22:00 Uhr-Nachrichten ausgestrahlt wurde.
Und da es sich bei diesen PSAs eben fast schon um eine Art Institution handelt, war ja klar, daß da früher oder später die tollsten Parodien erscheinen werden. Die bisher beste, die ich finden konnte, gibt es hier. Viel Spaß beim Anschauen!
Ich wünsche Euch eine angenehme und nicht zu anstrengende Woche - und werde mich jetzt zu den (für mich uncharakteristischen) Klängen von KT Tunstalls „Black Horse & The Cherry Tree” erneut in den Kampf stürzen.
Gestatten, Waterboarding...
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Politik & Nachrichten
Donnerstag, 24. April 2008
Dieser Spiegel Online-Artikel präsentiert uns eine Vorveröffentlichung eines Videos von Amnesty International, in dem gezeigt wird, was „Waterboarding” eigentlich ist. Das ganze hat mich wirklich geschockt, meine Empfehlung lautet: Nicht anschauen, wenn Ihr noch nicht gefrühstückt habt oder das Frühstück erst kurz hinter Euch liegt. Ich weiß gerade gar nicht so recht, was ich dazu schreiben soll - das ist eine so dermaßen grausame Art der Folter, sowas dürfte es gar nicht geben.
Queen. „Another one bites the dust” - als Endlosschleife (na ja, drei Mal halt, ist ja nicht weit).
Nachtrag: Wer suchet, der findet.
Nachtrag 2: Und findet.
Nachtrag 3: Und findet noch mehr.
Queen. „Another one bites the dust” - als Endlosschleife (na ja, drei Mal halt, ist ja nicht weit).
Nachtrag: Wer suchet, der findet.
Nachtrag 2: Und findet.
Nachtrag 3: Und findet noch mehr.
Gott erschuf die Welt in 6 Tagen - oder?
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Politik & Nachrichten
Dienstag, 22. April 2008
Um es mal ganz klar zu sagen: Ich halte Kreationisten in ihrer Gesamtheit, also die Bewegung, nicht unbedingt die einzelnen Mitglieder, die sich ihr zuordnen würden, für nicht ernst zu nehmende, verbohrte und in manchen Gegenden der Welt viel zu einflußreiche Menschen. Falls hier jemand parallelen zu islamischen Fundamentalisten sieht - von mir aus könnt ihr diesen Vergleich gerne ziehen. Es ist ja nun nicht so, daß es nur diejenigen sind, die von der Kirche - irgendeiner Kirche - berufen wurden, die immer wieder durch ihr Beispiel zeigen, wozu Glaube, auch christlicher Glaube, führen kann.
Was mich an dieser Bewegung wütend macht, ist die ganze Energie, die so viele Anhänger dieser „Lehre” aufwenden, um viele Jahrhunderte der Wissenschaft, der Forschung und der Aufklärung - damit ist jetzt die philosophische Richtung gemeint
- in einer Art und Weise zu verbiegen, oder bei Bedarf zu diskreditieren, die sie passend werden läßt für ihre Art und Weise, die Welt zu erklären. Wenn ich dann höre, daß in westlichen Industrienationen die Schöpfungsgeschichte teilweise den gleichen Stellenwert im Unterricht an Schulen genießt wie die Evolutionstheorie, dann dreht sich mir der Magen um. Ja, natürlich, es sind - gerade auch bei Themen Evolution oder Kosmologie - noch längst nicht alle wissenschaftlichen Fragestellungen zufriedenstellend beantwortet. Aber sich der kreationistischen Sichtweise hinzugeben und zu argumentieren, daß die Wissenschaft keine schlüssige Antwort liefern kann und deswegen darauf hinzuweisen, daß die eigene Erklärung vollständiger und umfassender - was natürlich stimmt, denn sie ist ja trivial - und damit ganz klar „richtiger” ist, das ist einfach ein Schlag in's Gesicht all der Menschen, die sich seit Jahrhunderten darum bemüht haben und auch jetzt noch bemühen, die Welt zu erklären. Und darum, mit Kants Worten, die eindringliche Erinnerung:
Hört nicht auf, zu denken. Religion hat den Menschen immer nur Leid gebracht, und angesichts der ungelösten „großen” Fragen zu verzweifeln und sich auf das falsche Verständnis eines Buches, welches selbst der Kirche angehörige Historiker schon lange vom Mythos befreit haben, zurück zu ziehen, wird nur wieder Leid hervorbringen. Oder klarer formuliert: Gott ist weder die Antwort noch die Lösung.
Genug der ernsten Worte, ich habe auch noch was zum Lachen mitgebracht: Diese Kreationisten-Webseite (von Kreationisten für Kreationisten) erklärt (auf Englisch) in höchst amüsanter Weise - gut, das kommt mir jetzt vielleicht nur so vor
- welche Argumente ein echter „Apostel der neuen Rückständigkeit” besser nicht verwenden sollte, da man sich zu leicht damit tut, sie zu entkräften und die „Bewegung” dadurch Schaden nimmt.
Und während ich mich jetzt auf den Weg mache, werde ich mir den Kopf über die feine Ironie zwischen diesem Artikel und der Tatsache, daß mein iPod mich mit Haydns „Missa in tempore belli” beschallt, ganz bestimmt nicht allzu sehr zerbrechen. Euch einen angenehmen Tag.
Was mich an dieser Bewegung wütend macht, ist die ganze Energie, die so viele Anhänger dieser „Lehre” aufwenden, um viele Jahrhunderte der Wissenschaft, der Forschung und der Aufklärung - damit ist jetzt die philosophische Richtung gemeint
QUOTE:
Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. „Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!” ist also der Wahlspruch der Aufklärung.
Hört nicht auf, zu denken. Religion hat den Menschen immer nur Leid gebracht, und angesichts der ungelösten „großen” Fragen zu verzweifeln und sich auf das falsche Verständnis eines Buches, welches selbst der Kirche angehörige Historiker schon lange vom Mythos befreit haben, zurück zu ziehen, wird nur wieder Leid hervorbringen. Oder klarer formuliert: Gott ist weder die Antwort noch die Lösung.
Genug der ernsten Worte, ich habe auch noch was zum Lachen mitgebracht: Diese Kreationisten-Webseite (von Kreationisten für Kreationisten) erklärt (auf Englisch) in höchst amüsanter Weise - gut, das kommt mir jetzt vielleicht nur so vor
Und während ich mich jetzt auf den Weg mache, werde ich mir den Kopf über die feine Ironie zwischen diesem Artikel und der Tatsache, daß mein iPod mich mit Haydns „Missa in tempore belli” beschallt, ganz bestimmt nicht allzu sehr zerbrechen. Euch einen angenehmen Tag.
Knapp am Stromausfall vorbei?
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Politik & Nachrichten
Donnerstag, 10. April 2008
Die russische Zeitung RIA Novosti hat einen sehr interessanten Artikel auf ihrer Webseite veröffentlicht, in dem der schweizerische Forscher Michael Dittmar vom Züricher Institut für Elementarteilchen-Physik feststellt, daß Westeuropa - genauer wohl das westeuropäische Verbundnetz der Stromversorger - letzten Winter nur sehr knapp an einem Totalausfall vorbeigeschrammt ist - ein paar mehr kalte Tage wären alles gewesen, was es gebraucht hätte:
Leider war es mir bisher nicht möglich, den Originalartikel zu finden, wer mir da zuvorkommt, meldet sich bitte. Denn ohne selbigen wirkt die genannte Quelle, vor allem, wenn man sich die letzten zwei Absätze genauer ansieht, doch irgendwie unglaubwürdig. Sowjet-Propaganda, anyone?
Noch ein Tag bis zum Wochenende!
Nachtrag: Im aktuellen Spiegel findet sich ein Artikel, bei dem es um die zukünftige Gestaltung der Strompreise für Privathaushalte geht. Und auch die erwähnen den bei RIA Novosti genannten 17. Dezember - da seien die Strompreise an den Energiebörsen nämlich auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Zumindest der Teil scheint also zu stimmen - und trotzdem bin ich noch mißtrauisch
Nachtrag 2: Gefunden! Und siehe da, die Zeitung hat wirklich unklar zitiert - der Absatz mit den Kerzen bezog sich auf eine Verhaltensempfehlung, nämlich ein paar Tipps, wie man sich auf einen möglichen Blackout vorbereiten soll - nicht, um selbigen zu vermeiden. Und wenn ich mir den Absatz ansehe, dann war der bestimmt für ein paar Lacher gut und ist wohl durchaus auch humoristisch (trotzdem jedoch, leider, ernst) gemeint.
QUOTE:
„Die Angaben der UCTE über die Kapazitätsreserven zeigen, dass im Laufe des Winters 2007/2008 nur einige kalte Wintertage in Westeuropa zu sehr unangenehmen Problemen der Energieversorgung während der Spitzenbelastungszeiten am Abend in Frankreich und den Nachbarländern hätten führen können”, schreibt Dittmar in einem Bericht, der auf der Webseite der elektronischen Bibliothek der Cornell University veröffentlicht wurde.
Leider war es mir bisher nicht möglich, den Originalartikel zu finden, wer mir da zuvorkommt, meldet sich bitte. Denn ohne selbigen wirkt die genannte Quelle, vor allem, wenn man sich die letzten zwei Absätze genauer ansieht, doch irgendwie unglaubwürdig. Sowjet-Propaganda, anyone?
Noch ein Tag bis zum Wochenende!
Nachtrag: Im aktuellen Spiegel findet sich ein Artikel, bei dem es um die zukünftige Gestaltung der Strompreise für Privathaushalte geht. Und auch die erwähnen den bei RIA Novosti genannten 17. Dezember - da seien die Strompreise an den Energiebörsen nämlich auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Zumindest der Teil scheint also zu stimmen - und trotzdem bin ich noch mißtrauisch
Nachtrag 2: Gefunden! Und siehe da, die Zeitung hat wirklich unklar zitiert - der Absatz mit den Kerzen bezog sich auf eine Verhaltensempfehlung, nämlich ein paar Tipps, wie man sich auf einen möglichen Blackout vorbereiten soll - nicht, um selbigen zu vermeiden. Und wenn ich mir den Absatz ansehe, dann war der bestimmt für ein paar Lacher gut und ist wohl durchaus auch humoristisch (trotzdem jedoch, leider, ernst) gemeint.
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