1036 Credits und ein dummer Bug in ClamAV
Geschrieben in
Technik
Dienstag, 8. April 2008
Gerade habe ich mich seit langer Zeit mal wieder bei SixXS eingeloggt, dem Tunnelanbieter, der es jedermann ermöglicht, zu Hause oder sonstwo IPv6-Konnektivität zu bekommen. Und was sehen meine entzündeten Augen da? Ich habe laut der Anzeige stolze 1036 ISK auf dem Konto. Zur Erklärung: Pro Woche, in der ein IPv6-Tunnel erreichbar ist, bekommt man 5 ISK. Soviel dann zu stabilen Endpunkten 
Die andere Sache gestern war deutlich nerviger: Auf meinen Mailservern setze ich als Virenscanner die Open Source-Software ClamAV ein. Das ganze läuft bei mir in zwei Teilen: Der eigentliche Hintergrunddienst („Dämon”) heißt „clamd” und nimmt von anderen Programmen (z.B. eben meinem Maildienst) Anforderungen entgegen, einen Datenstrom zu scannen. Um das tun zu können, braucht er natürlich Virensignaturen. Diese werden durch den Dienst „freshclam” normalerweise einmal pro Stunde aktualisiert. Das ganze läuft im Normalfall problemlos, aber in der Nacht von Sonntag auf Montag hat es offenbar größere Probleme mit dem Zugriff auf die Spiegelserver gegeben, auf denen die aktuellen Signaturen liegen. Das wäre im Normalfall nicht schlimm, denn der Dienst ist so intelligent, es immer wieder zu probieren, und irgendwann funktioniert das dann schon wieder - soweit die Theorie. In der Praxis jedoch bin ich da über einen doofen Fehler gestolpert: „freshclam” sperrt den Zugriff auf die Signaturen schon am Anfang eines Update-Prozesses und nicht erst, wenn er die Updates erfolgreich heruntergeladen hat. So konnte der eigentliche Scanner nicht mehr auf seine Signaturdateien zugreifen und hat sang- und klanglos den Dienst eingestellt. Nicht tragisch, es gibt ja einen Backup-Scanner, allerdings ist dieser deutlich langsamer, und so hatten die Mailwarteschlangen am Montagnachmittag schon eine eindrucksvolle Größe angenommen. Reparieren ließ sich das übrigens ganz einfach:
Wie gesagt, kein großer Akt, aber nervig ist es trotzdem. Ein Bugfix für diesen Fehler wurde bereits angekündigt - hoffen wir das beste.
Das Wetter hat mich heute übrigens ganz übel reingelegt: Strahlender Sonnenschein heißt eben nicht auch Wärme - ich bin fast erforen draußen im T-Shirt
Die andere Sache gestern war deutlich nerviger: Auf meinen Mailservern setze ich als Virenscanner die Open Source-Software ClamAV ein. Das ganze läuft bei mir in zwei Teilen: Der eigentliche Hintergrunddienst („Dämon”) heißt „clamd” und nimmt von anderen Programmen (z.B. eben meinem Maildienst) Anforderungen entgegen, einen Datenstrom zu scannen. Um das tun zu können, braucht er natürlich Virensignaturen. Diese werden durch den Dienst „freshclam” normalerweise einmal pro Stunde aktualisiert. Das ganze läuft im Normalfall problemlos, aber in der Nacht von Sonntag auf Montag hat es offenbar größere Probleme mit dem Zugriff auf die Spiegelserver gegeben, auf denen die aktuellen Signaturen liegen. Das wäre im Normalfall nicht schlimm, denn der Dienst ist so intelligent, es immer wieder zu probieren, und irgendwann funktioniert das dann schon wieder - soweit die Theorie. In der Praxis jedoch bin ich da über einen doofen Fehler gestolpert: „freshclam” sperrt den Zugriff auf die Signaturen schon am Anfang eines Update-Prozesses und nicht erst, wenn er die Updates erfolgreich heruntergeladen hat. So konnte der eigentliche Scanner nicht mehr auf seine Signaturdateien zugreifen und hat sang- und klanglos den Dienst eingestellt. Nicht tragisch, es gibt ja einen Backup-Scanner, allerdings ist dieser deutlich langsamer, und so hatten die Mailwarteschlangen am Montagnachmittag schon eine eindrucksvolle Größe angenommen. Reparieren ließ sich das übrigens ganz einfach:
- Stoppen von clamd und freshclam.
- Den Wert von "ScriptedUpdates" in der /etc/clamav/freshclam.conf von yes auf no ändern.
- Die Datei /var/lib/clamav/mirrors.dat entfernen.
- freshclam -v per Hand starten
- Die Änderungen aus Schritt 2 wieder rückgängig machen.
- Die Dienste aus Schritt 1 wieder starten.
Wie gesagt, kein großer Akt, aber nervig ist es trotzdem. Ein Bugfix für diesen Fehler wurde bereits angekündigt - hoffen wir das beste.
Das Wetter hat mich heute übrigens ganz übel reingelegt: Strahlender Sonnenschein heißt eben nicht auch Wärme - ich bin fast erforen draußen im T-Shirt
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