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Montag, 31. Dezember 2007
Euch allen da draußen wünsche ich ein schönes Silvester (passt auf Euch auf!) und ein gutes, neues Jahr. Ach so, und falls schon der erste Januar ist: Happy birthday, Bettina!
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Samstag, 22. Dezember 2007
So, das war's für dieses Jahr. Ich habe mir fest vorgenommen, hier bis Anfang Januar nichts mehr zu schreiben. Die Kommentare sind dicht gemacht, für den 24. und den 31. habe ich je einen kurzen Eintrag vorbereitet („weil man das halt so macht”), der Autoresponder bewacht mein Postfach und ich - ich gehe jetzt ausspannen. Denn das, also das, das habe ich mir verdient. Finde ich.
Euch allen wünsche ich ein oder zwei erholsame Wochen mit Euren Lieb(st)en. Passt auf Euch auf!
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Technik
Donnerstag, 20. Dezember 2007
Es gibt ja ganz verschiedene Arten von Simulanten. Die cooleren Vertreter dieser Spezies sind ganz klar die Leute, die sich, egal ob beruflich oder privat, mit der sog. „Finite Elemente”-Simulation (kurz FEM) beschäftigen. Dabei unterteil man z.B. ein Auto in kleine Dreiecke und schaut dann für jedes Dreieck im Computer nach, was passiert, wenn dieses Auto rückwärts gegen eine Wand fährt. Wenn man das falsch macht, kommen da natürlich auch falsche Ergebnisse raus - z.B. zerreißt es die Stoßstange dann schon, bevor das Auto gegen eine Wand knallt. An dieser Stelle übrigens mal ganz lieb Grüße an die coolste FEM-Truppe aller Zeiten, die es in der Nähe von Ingolstadt hat: Jungs, die Aktion mit dem Christbaum, der umgefallen ist, war schon cool, aber die Spannungsverhältnisse in dem BH, wenn seine Trägerin geht, das war einfach zum Totlachen - kriege ich das .avi, bitte?
Auch in der IT-Branche simuliert man gerne mal Dinge. Zum Beispiel Angriffe auf das eigene Netzwerk - da spricht der Fachmann dann von sog. „Penetrationstests”. Oder aber, und das ist immer eine sehr lehrreiche Erfahrung, man simuliert Stromausfälle. Zum einen weiß man nach so einer Simulation dann, wie lange die eigenen USV's (schaust Du hier bei Gabriel nach) durchhalten und zum anderen findet man so auch raus, ob die Server im Fall des Falles auch wirklich von selber herunterfahren. Und auch sonst bietet einem so ein Test viele mehr oder weniger nützliche Erkenntnisse, z.B.:
Meine Wenigkeit hat Probleme mit der korrekten Anordnung der Buchstaben „s,” „h ”und „u” sowie den Zahlen „19” und „20”.
In Südwesten Deutschlands gibt es Menschen, die entweder überlastet oder desinteressiert sind - oder das mit der ISO 9001 falsch verstanden haben, denn sie erfüllen regelmäßig nur knapp die Hälfte der Anforderungen. Was nichts dran ändert, daß mir diese Menschen persönlich trotzdem sehr sympathisch sind
Benutzer nerven - selbst, wenn sie unschuldigerweise nicht wissen, daß so ein Test bevorsteht, weil diese Information nicht an sie weiterkommuniziert wurde.
Packt man die Gelegenheit beim Schopfe, um gleich noch ein paar Switches umzubauen, so sollte man keinen Kontaklinsenträger auf die Rückseite des Schranks stellen, dem pusten die drölfzig Lüfter auf der Rückseite nämlich dann letztere aus den Augen raus.
Es bleibt die Frage, wer eigentlich diese „Ipanema” ist - sieht die gut aus? Und warum will Jürgen dauernd an der rumsteckern? Ich schließe mit einem Satz, den ich in der Kaffeeküche aufgeschnappt habe, um die Kurve zur Überschrift wieder zu kriegen: „Ich bin Simulationsingenieur, ich simuliere nur, daß ich Arbeit habe!”
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Menschliches
Dienstag, 18. Dezember 2007
Hauke Heidtmann hat einen ganz besonderen Trick, wie er den Support eines großen Laptopherstellers zu schnellerer Kontaktaufnahme bewegen kann. Ich zitiere mal aus <d.a.s.recovery.125747.21112007.877ikbretg.fsf@nog.localnet.bloede-url.de> (das ist eine Message-ID, keine Mailadresse, sowas kann man bei Google Groups einwerfen!):
QUOTE:
[1] Einfach mal als Einsatzgebiet "Raketenforschung" anklicken. Kurz danach kommt dann ein Anruf, ob man das ernst meint. Von irgendwem mit einem tollen Titel.
Gott, die Gesichter am anderen Ende der Leitung würde ich wirklich gerne mal sehen!
Jeder, der im Internet ein Angebot betreiben will - und auch jeder, der dann ein solches Nutzen will, braucht eine Sache unbedingt: Eine IP-Adresse. Der Name „IP” steht dabei für „Internet Protocol ” und ist der grundlegende Standard, der dafür sorgt, daß Datenpakete von A nach B finden. Eine halbe Ewigkeit lang sahen IP-Adressen immer gleich aus: Sie bestanden aus vier Bytes und werden normalerweise als Gruppe von vier Zahlen im Bereich von 0 bis 255 aufgeschrieben, getrennt durch einen Punkt: 81.69.170.201 ist z.B. eine solche Adresse. Nun ist klar, daß dieser Adressbereich irgendwann erschöpft sein wird, und deswegen gibt es bereits seit einer halben Ewigkeit einen designierten Nachfolger: Das aktuelle IP-Protokoll trägt den Zusatz „v4”, das neue Protokoll den Zusatz „v6”: Für den Nutzer die auffälligste Neuerung ist die Vergrößerung des Adressbereichs auf 16 Bytes. Das sieht dann so aus: 2001:4c50:fffd:a:21c:b3ff:fec5:3e9d - und dieser Vorrat an Adressen reicht, das könnt ihr glauben, bis in alle Ewigkeit. Und obwohl IPv6 noch ganz andere Dinge unterstützt als nur längere Adressen, setzt sich dieses neue Protokoll bisher nicht durch.
Eine der Stellen, die IP-Adressen vergeben, ist das RIPE. Als eine von fünf sog. „Regional Internet Registries ” hat diese Organisation den immer knapper werdenden IPv4-Adressraum auf ihrem letzten Meeting Ende Oktober, dem RIPE-55, thematisiert und klar gesagt, daß man nicht glaubt, daß der IPv4-Adressraum auch nur bis zum Ende des nächsten Jahrzehnts reichen wird. Und unter anderem hat man sich zu einem sehr klaren Statement entschlossen, in dem man alle Anbieter von Diensten im Internet dazu auffordert, ihre Services bald möglichst auch über IPv6 anzubieten - denn nur wenn es genug Dienste gibt, werden auch die Zugangsanbieter nicht umhin kommen, ihren Endkunden IPv6-taugliche Anschlüsse bereitzustellen. Diesen dringenden Appell haben die Macher der „secret working group” mit einem publikumswirksamen Song untermalt:
Wer die technischen Anspielunge in diesem Song nicht versteht, der mag bitte hier in den Kommentaren fragen - ich erkläre das gerne, und Jonas bestimmt auch
Übrgens - diese Webseite und auch andere von mir angebotene Services sind schon seit langem über IPv6 zu erreichen. Bisher scheint sich nur niemand dafür zu interessieren: So beträgt der Anteil der via IPv6 abgerufenen Webseiten weniger als 1% - und das, obwohl es dank Initiativen wie demSiXXs sehr einfach ist, IPv6-Konnektivität zu beziehen. Aber selbst Leute, von denen ich weiß, daß sie von der technischen Seite her keinerlei Prolem hätten, wenigstens ihre Webseiten via IPv6 anzubieten, tun das bisher nicht - da können die Leute singen, wie sie wollen. Vituelle Schelte geht damit an Erich, Andreas und Alexander!
Hätte ich im ersten Monat des Streiks ein Kind gezeugt, es wäre wohl mittlerweile schon auf der Welt. Es bleibt ein fader Nachgeschmack, ein Tarifstreit, auf dem Rücken der Kunden ausgetragen. Ein Tarifstreit, der viel dazu beigetragen hat, die Positionen der Gewerkschaften zu schwächen. Eine Gewerkschaft, die es nicht geschafft hat, aus einer Position der Stärke heraus zu verhandeln. Ich bin ja wirklich gespannt, wie das nächstes Jahr weitergeht.
Die Macher des Satire-Magazins Titanc bringen übrigens schön auf den Punkt, was uns die neuen, biometrischen Reisepässe wirklich bringen:
Euch allen eine angenehme (letzte?) Arbeitswoche für dieses Jahr!
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Sonntag, 16. Dezember 2007
Dritter Advent. 8 Tage vor Weihnachten. Die größte, landesweite Ruhepause. Über Weihnachten und Silvester geht gar nichts. Fast nichts, zumindest. Und so könnte man mit Fug und Recht behaupten, daß das Jahr bereits gelaufen ist, denn was ist schon eine Woche? Aber ganz so stimmt das nicht. Denn eigentlich sind diese zwei Wochen vor Weihnachten ganz schön anstrengend - einfach, weil noch so viel zu tun ist vor dieser zweiwöchigen Winterpause. Wenn man z.B. in der Werbedistribution eines Fernsehsenders arbeitet, dann wird die nächste Woche bestimmt nochmal richtig stressig, einfach, weil man ja für die Feiertage vorplanen muß. So ein Fernsehsender macht ja nicht einfach mittendrin Pause. Oder wenn man irgendwo in der IT arbeitet. Da gibt's dann momentan nicht nur die erbitterten Gefechte darum, wer über Weihnachten und Silvester wann Bereitschaftsdienst schieben muß, denn das alleine wäre ja nicht spannend genug. Nein, da geht noch einiges mehr, denn so weiß ich z.B. von vier verschiedenen mittelständischen Unternehmen, die alle zwischen 19. und 21. Dezember nochmal größere Tests oder Umstellungen ihrer IT-Infrastruktur angesetzt haben. Und in einem Unternehmen wird während der Betriebsferien sogar eine größere Migration vorgenommen. Und während sich die einen genüßlich zurücklehnen, werden die anderen die nächste Woche verfluchen.
Ich hoffe, Ihr gehört zur ersteren Gruppe - oder habt zumindest ein bißchen Zeit über. Es gibt da nämlich ein Blog, daß man mal lesen sollte. Da stehen haufenweise interessante Sachen drin. Zum Beispiel, warum die Amerikaner nicht gerne in der Öffentlichkeit pinkeln. Oder daß es in Wirklichkeit gar keine Filme mit Happy End gibt. Da gibt's sogar Schweinkram. Die Rede ist von USA Erklärt. Sehr, sehr lesenwert, wunderbar geschrieben und mit vielen netten Kommentaren von Amerikanern über uns Deutsche.
Für die Leute, die keine so großen Lesefans sind habe ich natürlich wieder Videos, diesmal beides Trickfilme. Das erste Video ist eigentlich ein Werbespot von Vodafone, aber im Prinzip überwiegt der Lerneffekt: Es geht, von einem abstrakten Standpunkt aus gesehen, um Sicherheit beim Tennisspielen:
Das zweite Video setzt sich dagegen mit dem Phänomen des Reizdarmsyndroms auseinander und zeigt die oft unterschätzten Gefahren dieser Störung - oder vielleicht ist es nur eine alternative Erklärung für das, was mit den Dinosauriern wirklich passiert ist: