Ein Webshop - nur für Klassik!
Geschrieben in
Freizeit
Mittwoch, 28. November 2007
Ich bin begeistert. Jahrelang wollte ich immer nur eines: Musik im Internet kaufen. Und eine halbe Ewigkeit lang gab es keine brauchbaren Angebote. Irgendwann kam dann Apple und hat einen Online-Musikladen in seine Player-Software iTunes integriert - um den eigenen iPod zu pushen, denn bis heute ist das - meines Wissens nach - der einzige tragbare Player, der mit dem DRM-Format der Songs aus dem „iTunes Music Store” klarkommt. Apple haben wir es zu verdanken, daß wir mittlerweile der Meinung sind, ein Lied sollte nur noch 99 Cent kosten. Aber wie schon erwähnt, ohne iTunes und ohne iPod wurde nicht viel aus dem tragbaren Musikgenuss
Mittlerweile hat sich nun endlich jemand durchgerungen und tut das, womit die ganze Musikindustrie schon lange hätte Geld verdienen können: Man bietet Songs im MP3-Format mit einer hohen Qualität (320kbps) an - und das ganz ohne Kopierschutz. Ich bin gestern durch Zufall auf die Ankündigung bei heise gestoßen, die besagt, daß die Deutsche Grammophon ab heute einen Klassikshop im Netz anbieten wird. Natürlich war das erste, was ich heute am Computer getan habe, diesen Shop zu besuchen - und wie ich schon eingangs erwähnte, ich bin wahrlich begeistert. Der Shop ist schnell und übersichtlich aufgebaut, die Suchfunktion läßt - für meinen Geschmack - nichts zu wünschen übrig.
Ein Download ist sowohl von kompletten Alben, einzelnen Werken als auch einzelnen CD-Tracks möglich, die für mich attraktivste Version war hier der Download als ZIP-Archiv. Das beste Feature dieses Shops ist jedoch, daß es zu jedem Song eine Hörprobe gibt.
Was daran besonders sein soll? Sowas hat doch jeder? Ja, stimmt, aber während es z.B. bei Amazon die Hörproben meist nur in einer grottenschlechten Qualität gibt und im ITMS die Qualität zwar passt, jedoch von gleichen Titeln nicht immer der gleiche Ausschnitt zur Verfügung steht, hat die Deutsche Grammophon bei ihrem Webshop alles richtig gemacht: Das Vergleichen von Aufnahmen stellt kein Problem dar, und unterstützt von der Suchfunktion kann man so eine halbe Ewigkeit (ich spreche hier aus Erfahrung!) damit verbringen, in den Titeln zu stöbern. Nehmen wir zum Beispiel Beethovens Klavierkonzert Nummer 3 in C-Moll, Opus 37, und daraus wiederum den dritten Satz, das „Rondo”: Wer jetzt im Shop die Aufnahmen von Sviatoslav Richter (zusammen mit den Wiener Symphonikern und unter Leitung von Kurt Sanderling) mit denen von Maurizio Pollini (zusammen mit den Wiener Philharmonikern unter Leitung von Kurt Böhm) vergleicht, der erlebt das seltene Privileg, zwei der besten Interpreten des zwanzigsten Jahrhunderts direkt vergleichen zu können - wenn auch nur aus der Konserve.
Der einzige Wehmutstropfen bisher ist, daß eine Zahlung im Shop nur via Kreditkarte möglich ist - zwar über eine verschlüsselte Verbindung (was mich daran erinnert, die Windows-Fraktion zu fragen, ob sie denn auch brav die Updates für den Zufallszahlengenerator eingespielt haben), aber gerade hier in Deutschland ist die Akkzeptanz von Internetzahlungen via Kreditkarte nicht allzu hoch. Trotzdem: Liebe Deutsche Grammophon, ich hoffe ehrlich, daß ihr Euch mit diesem Portal dumm und dämlich verdient - denn dann kommen vielleicht auch andere Labels mal auf den Trichter und bieten dem Kunden inhaltlich hochwertige Musik zu vernünftigen Preisen und ohne DRM an. Mir erscheint das nämlich sinnvoller, als auf Pro Sieben alle halbe Jahre eine neue Band zu casten. Qualität geht nunmal vor Quantität, und für ersteres ist man auch zu zahlen bereit.
Mittlerweile hat sich nun endlich jemand durchgerungen und tut das, womit die ganze Musikindustrie schon lange hätte Geld verdienen können: Man bietet Songs im MP3-Format mit einer hohen Qualität (320kbps) an - und das ganz ohne Kopierschutz. Ich bin gestern durch Zufall auf die Ankündigung bei heise gestoßen, die besagt, daß die Deutsche Grammophon ab heute einen Klassikshop im Netz anbieten wird. Natürlich war das erste, was ich heute am Computer getan habe, diesen Shop zu besuchen - und wie ich schon eingangs erwähnte, ich bin wahrlich begeistert. Der Shop ist schnell und übersichtlich aufgebaut, die Suchfunktion läßt - für meinen Geschmack - nichts zu wünschen übrig.
Was daran besonders sein soll? Sowas hat doch jeder? Ja, stimmt, aber während es z.B. bei Amazon die Hörproben meist nur in einer grottenschlechten Qualität gibt und im ITMS die Qualität zwar passt, jedoch von gleichen Titeln nicht immer der gleiche Ausschnitt zur Verfügung steht, hat die Deutsche Grammophon bei ihrem Webshop alles richtig gemacht: Das Vergleichen von Aufnahmen stellt kein Problem dar, und unterstützt von der Suchfunktion kann man so eine halbe Ewigkeit (ich spreche hier aus Erfahrung!) damit verbringen, in den Titeln zu stöbern. Nehmen wir zum Beispiel Beethovens Klavierkonzert Nummer 3 in C-Moll, Opus 37, und daraus wiederum den dritten Satz, das „Rondo”: Wer jetzt im Shop die Aufnahmen von Sviatoslav Richter (zusammen mit den Wiener Symphonikern und unter Leitung von Kurt Sanderling) mit denen von Maurizio Pollini (zusammen mit den Wiener Philharmonikern unter Leitung von Kurt Böhm) vergleicht, der erlebt das seltene Privileg, zwei der besten Interpreten des zwanzigsten Jahrhunderts direkt vergleichen zu können - wenn auch nur aus der Konserve.
Der einzige Wehmutstropfen bisher ist, daß eine Zahlung im Shop nur via Kreditkarte möglich ist - zwar über eine verschlüsselte Verbindung (was mich daran erinnert, die Windows-Fraktion zu fragen, ob sie denn auch brav die Updates für den Zufallszahlengenerator eingespielt haben), aber gerade hier in Deutschland ist die Akkzeptanz von Internetzahlungen via Kreditkarte nicht allzu hoch. Trotzdem: Liebe Deutsche Grammophon, ich hoffe ehrlich, daß ihr Euch mit diesem Portal dumm und dämlich verdient - denn dann kommen vielleicht auch andere Labels mal auf den Trichter und bieten dem Kunden inhaltlich hochwertige Musik zu vernünftigen Preisen und ohne DRM an. Mir erscheint das nämlich sinnvoller, als auf Pro Sieben alle halbe Jahre eine neue Band zu casten. Qualität geht nunmal vor Quantität, und für ersteres ist man auch zu zahlen bereit.
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