Linkdump
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Donnerstag, 12. Juli 2007
Früher war irgendwie alles besser, bilde ich mir ein. Zumindest konnte ich mich nicht erinnern, daß (wenn auch nur einige wenige) Tage überhaupt kein Ende nehmen - genau das muß ich nämlich gerade erdulden. Deswegen hier auch nur noch ganz kurz die Dinge, über die ich den ganzen Tag schon etwas schreiben wollte - für mehr reicht die Zeit einfach nicht:
Wer mit den Wölfen heulen will und dazu größere Mengen alkoholische Getränke (um genau zu sein, Classic Daiquiris und Planter's Punchs) zu sich nimmt, sollte nach Möglichkeit vor dem ersten Cocktail zusehen, daß er etwas in den Magen bekommt - der Kater des nächsten Tages könnte sich ansonsten nämlich sehr negativ auf evt. Schulungstätigkeiten auswirken.
Des Weiteren finde ich es nach wie vor erbärmlich, mit einem Nikotinkaugummi im Mund nach einer Zigarette zu gieren.
- Bei Indiskretion Ehrensache findet sich ein sehr schön geschriebener Artikel mit dem Titel "Generation Web 0.0" von Ende April. Es ist eine Abrechnung mit all' jenen Entscheidern, die noch nicht in der modernen Informationsgesellschaft angekommen sind, in gewohnt routinierter Weise recherchiert und aufbereitet - definitiv lesenswert.
- Bei FACTorFAKE.de macht man darauf aufmerksam, daß das Ende des siebten (und, thank god!, letzten) Teils der Harry Potter-Reihe möglicherweise durch einen gezielten Hackerangriff bereits in die Öffentlichkeit gelangt ist. Über diese spezielle Art von Angriffen hatte ich hier berichtet.
- Su-Shee spricht mir mit ihren Gedanken zur Öl- und Energieversorgung aus der Seele.
Wer mit den Wölfen heulen will und dazu größere Mengen alkoholische Getränke (um genau zu sein, Classic Daiquiris und Planter's Punchs) zu sich nimmt, sollte nach Möglichkeit vor dem ersten Cocktail zusehen, daß er etwas in den Magen bekommt - der Kater des nächsten Tages könnte sich ansonsten nämlich sehr negativ auf evt. Schulungstätigkeiten auswirken.
Des Weiteren finde ich es nach wie vor erbärmlich, mit einem Nikotinkaugummi im Mund nach einer Zigarette zu gieren.
Pizza mit kleinen blauen Pillen
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Donnerstag, 12. Juli 2007
Andreas hat herausgefunden, woher die Italiener ihren Ruf als feurige Liebhaber wirklich haben. Das erklärt natürlich so einiges.
Ich selbst würde es ja eher mit dem Doping-Cocktail aus Anatomie 2 halten wollen: Von Adrenalin bis hin zu Endorphinen war da alles dabei - und natürlich verabreicht unter ärztlicher, äh, "Aufsicht"
Ich selbst würde es ja eher mit dem Doping-Cocktail aus Anatomie 2 halten wollen: Von Adrenalin bis hin zu Endorphinen war da alles dabei - und natürlich verabreicht unter ärztlicher, äh, "Aufsicht"
Harry Potter? Bestimmt nicht!
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Freizeit
Donnerstag, 12. Juli 2007
Für die deutschen Fans ist es heute soweit: "Endlich" läuft hierzulande der fünfte Teil der Saga mit dem Namen Harry Potter und der Orden des Phönix in den Kinos an. Einmal mehr wird darin ein kleiner Junge Namens Harry den epischen Kampf gegen seine Nemesis "Lord Voldemort" weiterführen. Unterstützt durch modernste Spezialeffekte aus der Konserve dem Computer erwartet den Zuschauer das sattsam abgelutschte Genre der "Gut kämpft gegen Böse"-Filme. Auf der einen Seite der unterpriviligierte Sohn eines Zimmermanns aus Judäa Waisenjunge zusammen mit seinen Jüngern Mitschülerinnen und -schülern, ihm tritt der dunkle "Lord Voldemort" gegenüber, der eigentlich Tom Riddle heißt, das selbe Elite-Internat die selbe Zauberschule wie Harry besucht hat und sich die Lehren eines der Schulgründers, den JKR, die selbst eine Zeit in Portugal lebte, wohl nicht nur wegen der Initialen mit einer guten Portion Ironie "Salazar Slytherin" nennt, zueigen gemacht hat. Und diese Lehren haben es in sich: Nur, wer von reinem Blute ist, soll in der Parallelgesellschaft des Vorkriegsenglands einen Platz unter den Zauberern haben, alle anderen sind mindere Lebensformen, mit denen man "nach Belieben" verfahren kann. Jedem guten geschichtsbewussten Deutschen würde derlei normalerweise sofort auf die Protestbänke treiben, hinter der Kulisse des Kinderfilms jedoch wird der peinliche Klamauk zum Kassenschlager. Da nimmt es wenig Wunder, daß die Gefolgsleute Voldemorts in schwarzen Uniformen herumlaufen, die sofort SS-Assoziationen wecken oder daß die Kinder aufrechter Arier Reinblüter in der Schule pöbeln können, wie wir das sonst nur von Filmen über die HJ kennen. In einer befremdlichen Anbiederung an die Vorkriegssituation geben die Verantwortlichen des "Zaubereiministeriums" hohle Phrasen von sich, bei denen selbst der gutmütigste Zuschauer an die - letztlich fruchtlose - Appeasement-Politik der dreißiger Jahre denken muß, die Handlung kulminiert im Tod des Mentors und Beschützers von Harry, dem Direktor "Dumbledore". Aber Harry wird es schon richten, von Geburt an zu größerem Auserkoren, für's Leben gezeichnet durch eine Narbe an prominenter Stelle, geplagt von Anfällen geistiger Umnachtung der Schwäche, wenn er dem dunklen Lord zu nahe kommt, verkörpert er schließlich die klassische Erlöserfigur, die uns allen so gut bekannt ist. Seht her, säkulare Staaten dieser Welt, hier habt ihr Euren neuen und politisch korrekten Messias!
Ich werde den Teufel tun und dem Hype hinterherlaufen. Statt dessen will ich die Gelegenheit nutzen und als Alternative ein Buch empfehlen, welches bewegt, erheitert und nachdenklich stimmt. Geschrieben - oder sollte man sagen "geschaffen", denn es handelt sich um eine Anthologie - wurde es von Rafik Schami - und es könnte kaum ein größerer Kontrast zu seinem früheren Werk Die dunkle Seite der Liebe sein. Nein, bei Manesse erschien ist Lob der Ehe eine wunderbare, rührende Lobpreisung von etwas, was sonst in der Literatur stets zu kurz kommt: glücklicher Beziehungen. Selbst seit 16 Jahren in - zweiter - Ehe lebend, hat Schami die Mühe auf sich genommen, zu dokumentieren, daß man "liebevoll neben einem Schnarchenden liegen" kann und später trotzdem "darüber poesievoll schreiben". Selten habe ich derart viele positive Texte in einem einzelnen Buch gesehen, die alle die Schönheit der gleichen Sache preisen: Das Führen einer harmonischen Beziehung, als schönstes Geschenk, welches sich zwei Menschen machen können.
Übrigens, ich habe zwei Karten für die Vorstellung von Harry Potter heute Abend um 20:15 Uhr im Matthäser abzugeben - einfach eine Mail schicken, wer zuerst schreibt, kann sie haben.
Ich werde den Teufel tun und dem Hype hinterherlaufen. Statt dessen will ich die Gelegenheit nutzen und als Alternative ein Buch empfehlen, welches bewegt, erheitert und nachdenklich stimmt. Geschrieben - oder sollte man sagen "geschaffen", denn es handelt sich um eine Anthologie - wurde es von Rafik Schami - und es könnte kaum ein größerer Kontrast zu seinem früheren Werk Die dunkle Seite der Liebe sein. Nein, bei Manesse erschien ist Lob der Ehe eine wunderbare, rührende Lobpreisung von etwas, was sonst in der Literatur stets zu kurz kommt: glücklicher Beziehungen. Selbst seit 16 Jahren in - zweiter - Ehe lebend, hat Schami die Mühe auf sich genommen, zu dokumentieren, daß man "liebevoll neben einem Schnarchenden liegen" kann und später trotzdem "darüber poesievoll schreiben". Selten habe ich derart viele positive Texte in einem einzelnen Buch gesehen, die alle die Schönheit der gleichen Sache preisen: Das Führen einer harmonischen Beziehung, als schönstes Geschenk, welches sich zwei Menschen machen können.
Übrigens, ich habe zwei Karten für die Vorstellung von Harry Potter heute Abend um 20:15 Uhr im Matthäser abzugeben - einfach eine Mail schicken, wer zuerst schreibt, kann sie haben.
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