Persönlichkeitstest
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Dienstag, 26. Juni 2007
Ich habe mich gerade mal bei bbspot.com auf einige Persönlichkeitstests eingelassen. Abgesehen davon, daß mich irgendein Spaßvogel mit permanentem Klingeln des Telefons (und Auflegen, wenn ich rangegangen bin) total durcheinandergebracht hat, habe ich leider keine Entschuldigung dafür, daß ich bei manchen Fragen gar nicht wußte, was die da nun von mir wollten.
Wie auch immer, hier sind die Ergebnisse:

Which File Extension are You?

Which Nigerian spammer are You?

Which OS are You?
Mit dem Spammer und Windows 98 kann ich gut leben - aber die "Wildcard" hat mich schon etwas geschockt. Na ja, "Consulting ho!" und so
Wie auch immer, hier sind die Ergebnisse:

Which File Extension are You?

Which Nigerian spammer are You?

Which OS are You?
Mit dem Spammer und Windows 98 kann ich gut leben - aber die "Wildcard" hat mich schon etwas geschockt. Na ja, "Consulting ho!" und so
Vom Blitz getroffen
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Montag, 25. Juni 2007
Gerade habe ich noch voller Interesse den Artikel über die Opfer von Blitzschlägen im dieswöchigen Spiegel gelesen und keine zwei Stunden später erfahre ich, daß der Blitz das Fußballfeld, auf dem meine Schwester gespielt hat, getroffen hat. Drei Leute sind umgekippt, es gab wohl eine kleine Panik. Ich hoffe ernsthaft, daß von den drei Opfern niemand ernsthafte Schäden erleidet.
Bin gespannt, ob dazu morgen was in der Presse steht. Bei solchen (zeitnahen) Zufällen läuft es mir immer kalt den Rücken herunter.
Nachtrag: Der erwähnte Spiegel-Artikel endete, so wie das beim Spiegel nunmal üblich ist, eher humoristisch: Nachdem eine dreiköpfige Familie vom Blitz getroffen wurde, mußte die Tochter ins Krankenhaus. Als sie wieder aufwacht, fragt sie, ob sie nun Superkräfte bekommen würde. Gerade sehe ich in der Serie "Jericho", wie eine Frau nach einem Stromschlag auf dem Boden liegt. Neben ihr steht ein Junge - und was fragt der? Genau, "Hat sie dann Superkräfte?"
Man kann sagen, was man will, aber irgendwas stimmt grundsätzlich nicht mit unserer Jugend.
Nachtrag, 26. Juni: Gleich nach dem Aufstehen habe ich im Radio gehört, daß die drei Studentinnen, die gestern auf dem Gelände des Zentralen Hochschulsports getroffen wurden, wohl schwer verletzt wurden. Eine davon hat Verbrennungen dritten Grades davongetragen und wird in einer Spezialklink behandelt. Außerdem wurden 10 weitere Opfer zur Beobachtung in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert. Der Unfall ist umso tragischer, weil die Opfer keine Vorwarnzeit hatten, das Gewitter hatte den Fußballplatz noch gar nicht erreicht. Ich kann gar nicht sagen,wie froh ich bin, daß meiner Schwester nichts passiert ist. Meine Gedanken sind nun bei den anderen Verletzten, hoffentlich erholen sie sich bald.
Bin gespannt, ob dazu morgen was in der Presse steht. Bei solchen (zeitnahen) Zufällen läuft es mir immer kalt den Rücken herunter.
Nachtrag: Der erwähnte Spiegel-Artikel endete, so wie das beim Spiegel nunmal üblich ist, eher humoristisch: Nachdem eine dreiköpfige Familie vom Blitz getroffen wurde, mußte die Tochter ins Krankenhaus. Als sie wieder aufwacht, fragt sie, ob sie nun Superkräfte bekommen würde. Gerade sehe ich in der Serie "Jericho", wie eine Frau nach einem Stromschlag auf dem Boden liegt. Neben ihr steht ein Junge - und was fragt der? Genau, "Hat sie dann Superkräfte?"
Man kann sagen, was man will, aber irgendwas stimmt grundsätzlich nicht mit unserer Jugend.
Nachtrag, 26. Juni: Gleich nach dem Aufstehen habe ich im Radio gehört, daß die drei Studentinnen, die gestern auf dem Gelände des Zentralen Hochschulsports getroffen wurden, wohl schwer verletzt wurden. Eine davon hat Verbrennungen dritten Grades davongetragen und wird in einer Spezialklink behandelt. Außerdem wurden 10 weitere Opfer zur Beobachtung in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert. Der Unfall ist umso tragischer, weil die Opfer keine Vorwarnzeit hatten, das Gewitter hatte den Fußballplatz noch gar nicht erreicht. Ich kann gar nicht sagen,
Körperöffnungen, die zweite
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Technik, Vermischtes
Donnerstag, 21. Juni 2007
Nachdem mir der Hersteller eines Plugins für ein bekanntes CAD-Programm vorgestern zu mehr als nur einem Lachanfall verholfen hat, kam dann heute via Mail die Fortsetzung: Auf die schweren Mängel der Dokumentation hingewiesen, äußert sich ein Mitarbeiter der Marketingabteilung des betroffenen Unternehmens folgendermaßen:
"[...] und so habe auch ich selbst beim aufmerksamen Studieren des von ihnen monierten Handbuchs nur kleinere sprachliche Unschönheiten feststellen können. Diese fallen jedoch meiner Meinung nach nicht in's Gewicht, da die dargebotenen technischen Informationen in höchstem Maße akkurat vermittelt werden. Nachdem sie jedoch, wie sie schreiben, unser Produkt PRODUKT erst am Dienstag kennengelernt haben, halte ich es durchaus für möglich, daß sie sich ein bißchen in der komplizierten Materie verloren haben. Doch auch hierfür haben wir eine Lösung: Unsere Schulungen [...]"
Für mich stellt sich derzeit eigentlich nur eine einzige Frage: Wollen die überhaupt was verkaufen? Sie machen nämlich nicht den Eindruck.
"[...] und so habe auch ich selbst beim aufmerksamen Studieren des von ihnen monierten Handbuchs nur kleinere sprachliche Unschönheiten feststellen können. Diese fallen jedoch meiner Meinung nach nicht in's Gewicht, da die dargebotenen technischen Informationen in höchstem Maße akkurat vermittelt werden. Nachdem sie jedoch, wie sie schreiben, unser Produkt PRODUKT erst am Dienstag kennengelernt haben, halte ich es durchaus für möglich, daß sie sich ein bißchen in der komplizierten Materie verloren haben. Doch auch hierfür haben wir eine Lösung: Unsere Schulungen [...]"
Für mich stellt sich derzeit eigentlich nur eine einzige Frage: Wollen die überhaupt was verkaufen? Sie machen nämlich nicht den Eindruck.
Aller guten Dinge sind drei
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Donnerstag, 21. Juni 2007
Die drei Institutionen, vor denen ich in Deutschland den meisten Respekt habe, sind:
1. Bundesrechnungshof
2. Bundesverfassungsgericht
3. Bundesgerichtshof
1. Bundesrechnungshof
2. Bundesverfassungsgericht
3. Bundesgerichtshof
Deutsche Sprache, schwere Sprache
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Technik, Vermischtes
Dienstag, 19. Juni 2007
Die Evaluation neuer Software kann, wie ich heute festgestellt habe, ein durchaus vergnügliches Unterfangen sein. Das fragliche Produkt (ich werde den Namen hier meiden wie der Teufel das Weihwasser) zeichnet sich durch die Integration einiger Funktionen in eine bekannte CAD-Software aus, die den Aufwand für die Nachbearbeitung der erzeugten Konstruktionen deutlich reduzieren, wenn man selbige z.B. für Crash-Simulationen benutzen will - in der Fachsprache der Automobilindustrie spricht man von der Integration von FEM-Preprocessing-Funktionen in das Programm zur Geometriedatenbearbeitung. Der Funktionsumfang liest sich wirklich beeindruckend und die Firma macht besondere Werbung damit, daß der komplette Produktentstehungsprozess, von der Planung über die Implementierung, Pflege, Dokumentation etc. in Deutschland stattfindet. Um kurz zu zeigen, daß hier nicht von einem absoluten Billigprodukt die Rede ist: Eine Einzelplatzlizenz kostet rund 2800 Euro pro Jahr, ein Basis-Supportvertrag (96h Reaktionszeit per Mail, Anspruch auf Updates, die Fehler korrigieren) kostet knapp 26000 Euro und die gedruckte Dokumentation in deutscher Sprache schlägt mit 899 Euro zu Buche.
Ich kann nur sagen, die Dokumentation ist jeden einzelnen Euro mehr als wert, nachfolgend die Highlights:
"Zum Ausbremsen wegen PRODUKT wird nicht empfohlen, auszuschiffen mit dem Kommando..."
"...wird eine Erhitzung des Buchmarkts stattfinden, da PRODUKT in Teile zerfallen ist."
"...für geraden Lauf durch Hindernisse gerader Weg für empfohlen ist."
"Durch herausragendes Umherrufen ist die Bindung an Namensrechte nicht nötig."
"Bei Umfall von gegenwärtigem Diener werden, aktuelle Nachrichten durch Filter, nicht in der Berechnung."
"[...] wie aus Entlaufen des Gedächtnisses durch Insekt in Buchaufbewahrung."
Das Programm selbst hat mich am Anfang nur mit englischen Menüpunkten begrüßt und es dauerte ein paar Minuten, bis ich herausgefunden hatte, daß es sämtliche Spracheinstellungen in den Konfigurationsdateien ignoriert und sich ganz auf die Variable "$LANG" verläßt. Als die dann auf "de_DE" gesetzt war, folgte der nächste Lachanfall. Zur Erklärung: Das Programm verfügt über besonders leistungsfähige Routinen, um mit Hohlräumen (sog. "cavities") umzugehen. Und was war dann der erste Eintrag im Menü "Spezialbefehle"? Richtig, "Körperöffnungen umschließen".
Ich hoffe stark, daß sich die Verantwortlichen für die englische Version des Programms entscheiden. Die Entwickler und Übersetzer würde ich dagegen gerne nochmal in die Grundschule schicken.
Ich kann nur sagen, die Dokumentation ist jeden einzelnen Euro mehr als wert, nachfolgend die Highlights:
"Zum Ausbremsen wegen PRODUKT wird nicht empfohlen, auszuschiffen mit dem Kommando..."
"...wird eine Erhitzung des Buchmarkts stattfinden, da PRODUKT in Teile zerfallen ist."
"...für geraden Lauf durch Hindernisse gerader Weg für empfohlen ist."
"Durch herausragendes Umherrufen ist die Bindung an Namensrechte nicht nötig."
"Bei Umfall von gegenwärtigem Diener werden, aktuelle Nachrichten durch Filter, nicht in der Berechnung."
"[...] wie aus Entlaufen des Gedächtnisses durch Insekt in Buchaufbewahrung."
Das Programm selbst hat mich am Anfang nur mit englischen Menüpunkten begrüßt und es dauerte ein paar Minuten, bis ich herausgefunden hatte, daß es sämtliche Spracheinstellungen in den Konfigurationsdateien ignoriert und sich ganz auf die Variable "$LANG" verläßt. Als die dann auf "de_DE" gesetzt war, folgte der nächste Lachanfall. Zur Erklärung: Das Programm verfügt über besonders leistungsfähige Routinen, um mit Hohlräumen (sog. "cavities") umzugehen. Und was war dann der erste Eintrag im Menü "Spezialbefehle"? Richtig, "Körperöffnungen umschließen".
Ich hoffe stark, daß sich die Verantwortlichen für die englische Version des Programms entscheiden. Die Entwickler und Übersetzer würde ich dagegen gerne nochmal in die Grundschule schicken.
Inklinometer
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Freitag, 15. Juni 2007
Das Wort des Tages ist für mich ganz klar Inklinometer. Es hat schon gedauert, bis ich auf Inklination kam.
Kurze Sympathie mit Randalierern
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Sonntag, 10. Juni 2007
Es ist kurz vor halb elf und bis gerade habe ich "wie ein Schwein" geblutet.
Nein, keine Messerstecherei - ich bin beim Inline Skaten gestürzt. So schnell, überraschend und hart, daß ausnahmsweise doch mal was passiert ist (was mich daran erinnert, daß mein Vater mir heute am Telefon noch ans Herz gelegt hat, doch bitte immer vorsichtig zu fahren) - und vor allem war es vollkommen unnötig. Aber der Reihe nach. Wie üblich bin ich erst so ca. 15km stadtauswärts gefahren (es waren heute definitiv mehr als 15, aber ich weiß nicht genau, wieviel), dann zurück, habe mir an der Leopold im Vorbeifahren ein Eis geholt, bin einmal durch die Kauffinger Straße bis zum Stachus gefahren, habe mir kurz eine mittelprächtige Interpretation des Babiers von Sevilla angehört und wollte dann, wieder an der Leopoldstraße, zurück. Nun war heute an der Leopold ein Straßenfest - da rechnet man dann schon immer mit Kabeln, die quer über die Rad- und Fußwege liegen. Doch bei der Münchner Freiheit hat es mich erwischt - Kabel, dann runter vom Radweg, dann noch ein ein Kabel, über Kopfsteinpflaster, wieder rauf auf den Radweg, und zuletzt, völlig unbeleuchtet, nicht markiert, nicht zu sehen und riesengroß das dritte Kabel. Ich war zum Glück nicht mehr ganz so schnell wie sonst und habe auch schon oft genug den Asphalt geküßt, und wenn da, wo mein linker Ellenbogen den Asphalt nicht berührt hat, keine zerbrochene Bierflasche gelegen wäre, wäre wohl auch nichts passiert. Wie ich so auf dem Boden liege, höre ich eine besorgte Frauenstimme fragen: "Oh je, ist denn alles in Ordnung?" Als ich mühsam den Blick hebe sehe ich - wie sollte es bitte auch anders sein? - zwei junge Frauen und ringe mir die Worte "Ich glaube, bis auf meinen geknickten Stolz ist alles OK!" ab. Stolz registriere ich das Lächeln der beiden Mädels, die denn auch weitergehen - wenn ich mich auf eines verlassen kann, dann ist das mein Charme *g* - und beginne damit, aufzustehen. Dabei bemerke ich die beiden nicht allzu kleinen Löcher in meinem linken Arm. Und als ich dann das Kabel erblicke, das mich zu Fall gebracht hat, sehe ich rot und wünsche mir plötzlich, Randalierer zu sein - am besten mit einer großen Zange.
Ich bin wieder auf den Beinen, da kommen drei junge Männer, einer ebenfalls auf Skates, auf mich zu. Der auf Skates meint, daß er da vorhin selber schon beinahe gefallen wäre. Wir schwelgen kurz in "G8-Phantasien", was wir mit dem Kabel anstellen könnten. Der auf Skates wohnt übrigens in meiner Nachbarschaft. München ist halt doch nur ein Dorf.
Nein, keine Messerstecherei - ich bin beim Inline Skaten gestürzt. So schnell, überraschend und hart, daß ausnahmsweise doch mal was passiert ist (was mich daran erinnert, daß mein Vater mir heute am Telefon noch ans Herz gelegt hat, doch bitte immer vorsichtig zu fahren) - und vor allem war es vollkommen unnötig. Aber der Reihe nach. Wie üblich bin ich erst so ca. 15km stadtauswärts gefahren (es waren heute definitiv mehr als 15, aber ich weiß nicht genau, wieviel), dann zurück, habe mir an der Leopold im Vorbeifahren ein Eis geholt, bin einmal durch die Kauffinger Straße bis zum Stachus gefahren, habe mir kurz eine mittelprächtige Interpretation des Babiers von Sevilla angehört und wollte dann, wieder an der Leopoldstraße, zurück. Nun war heute an der Leopold ein Straßenfest - da rechnet man dann schon immer mit Kabeln, die quer über die Rad- und Fußwege liegen. Doch bei der Münchner Freiheit hat es mich erwischt - Kabel, dann runter vom Radweg, dann noch ein ein Kabel, über Kopfsteinpflaster, wieder rauf auf den Radweg, und zuletzt, völlig unbeleuchtet, nicht markiert, nicht zu sehen und riesengroß das dritte Kabel. Ich war zum Glück nicht mehr ganz so schnell wie sonst und habe auch schon oft genug den Asphalt geküßt, und wenn da, wo mein linker Ellenbogen den Asphalt nicht berührt hat, keine zerbrochene Bierflasche gelegen wäre, wäre wohl auch nichts passiert. Wie ich so auf dem Boden liege, höre ich eine besorgte Frauenstimme fragen: "Oh je, ist denn alles in Ordnung?" Als ich mühsam den Blick hebe sehe ich - wie sollte es bitte auch anders sein? - zwei junge Frauen und ringe mir die Worte "Ich glaube, bis auf meinen geknickten Stolz ist alles OK!" ab. Stolz registriere ich das Lächeln der beiden Mädels, die denn auch weitergehen - wenn ich mich auf eines verlassen kann, dann ist das mein Charme *g* - und beginne damit, aufzustehen. Dabei bemerke ich die beiden nicht allzu kleinen Löcher in meinem linken Arm. Und als ich dann das Kabel erblicke, das mich zu Fall gebracht hat, sehe ich rot und wünsche mir plötzlich, Randalierer zu sein - am besten mit einer großen Zange.
Ich bin wieder auf den Beinen, da kommen drei junge Männer, einer ebenfalls auf Skates, auf mich zu. Der auf Skates meint, daß er da vorhin selber schon beinahe gefallen wäre. Wir schwelgen kurz in "G8-Phantasien", was wir mit dem Kabel anstellen könnten. Der auf Skates wohnt übrigens in meiner Nachbarschaft. München ist halt doch nur ein Dorf.
Lichtblicke
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Freitag, 8. Juni 2007
Ich habe Frank erreicht. Der hatte zwar kaum Zeit, hat sich die Sache aber angehört und mich eine Viertelstunde später zurückgerufen. Dies und jenes, kein Problem, er hätte einen Tisch im so und so reserviert für halb zwei. Ich weise dezent darauf hin, daß ich schon eine Verabredung für Mittag habe (öhm - nein, nicht so eine!). Frank bringt das nicht aus der Ruhe ("Mitbringen - sind große Tische da!") und so treffen wir uns dann auch tatsächlich kurz vor halb zwei zu viert vor dem Restaurant, das Frank vorgeschlagen hat. Der Anwalt entpuppt sich als extrem attraktive Brünette, mit der Frank dann auch die ganze Zeit über heftigst geflirtet hat - wenn das seine Freundin erfährt. Das Ambiente ist sehr exklusiv und wir fallen inmitten der Heerschar von Konzernklonen und Büromiezen (aus den gesammelten Absätzen der High Heels könnte man bestimmt einen ziemlich hohen Turm bauen) nicht wenig auf. Unsere Kellnerin hat nicht nur ein strahlendes Lächeln (bei dem wir ihr dann auch verzeihen, als sie unsere Bestellungen durcheinanderbringt), sondern auch eine Figur, einen Gang und eine Mimik wie die nächstjährige Gewinnerin einer gewissen Model-Castingshow. Das Essen ist fleischlos und fantastisch. Meine Laune steigt. Die Brünette, äh, Verzeihung, die Anwältin, hört sich die Geschichte an. Ja, da könne man etwas machen. Ihr Blackberry meint, sie habe am Mittwoch einen Termin frei. Das Essen geht viel zu schnell vorbei (das Trinkgeld enthält einen gewaltigen Attraktivitätszuschlag), und als ich zurückkomme, erwartet mich die Nachricht, daß das mit dem geklauten Video auf einen Bekannten zurückgeht. Damit hat sich das erledigt - und ein bißchen wehmütig maile ich der Brün^WAnwältin, daß der Termin ausfallen muß. Trotzdem hebt sich meine Laune um 100%.
Als dann der pochende Schmerz in meinem Fuß endlich nachläßt, hat auch mein iTunes ein Einsehen mit mir und entläßt mich zu den Klängen von Bizets "L'Arlesienne" in mein persönliches Wochenende. Na ja, fast zumindest, bis ca. halb sieben muß ich noch durchhalten. Doch das stört mich kein bißchen mehr.
Als dann der pochende Schmerz in meinem Fuß endlich nachläßt, hat auch mein iTunes ein Einsehen mit mir und entläßt mich zu den Klängen von Bizets "L'Arlesienne" in mein persönliches Wochenende. Na ja, fast zumindest, bis ca. halb sieben muß ich noch durchhalten. Doch das stört mich kein bißchen mehr.
Mieser Tag 3
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Freitag, 8. Juni 2007
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch habe ich ein kleines Video erstellt, als Hommage an alte Zeiten. Das ganze hat nur knapp eine Stunde gedauert, aber ich selbst fand es lustig - auch, wenn man schon einen sehr speziellen Background haben muß (und mich kennen sollte), wenn man den Humor verstehen will. Ich poste das Video in einem kleinen Forum, welches normalerweise nur von einer kleinen Gruppe Menschen frequentiert wird, und bekomme ein, zwei positive Rückmeldungen. Mehr wollte ich eigentlich auch gar nicht.
Heute entdecke ich im einem großen, öffentlichen Forum zu einem Online-Rollenspiel genau dieses Video. Jemand anders verkauft es als seines und hat es bei einem großen Filehoster hochgeladen. Das macht mich sauer - ich hätte ja nichts dagegen, wenn das Video verbreitet wird, aber wenn sich jemand anders meine Arbeit zu eigen macht, dann trifft das bei mir einen empfindlichen Punkt. Ich lege eine Musik-CD in meinen Laptop und versuche den Forenanbieter zu kontaktieren und um eine Entfernung des Links zu bitten. Statt dem Meldeforumlar erscheint jedoch nur eine HTTP-Fehlermeldung. Vielleicht tut es ja später. Ich kontaktiere den Filehoster und bitte um eine Entfernung. Die Mail bleibt in der Mailwarteschlange meines Mailservers, die Gegenseite hat mit "421 Load temporarily exceeded" geantwortet. Es ist herrlich, wenn Technik funktioniert. Ich werde später Frank anrufen - der kennt bestimmt wen, der mir da helfen kann.
Der Laptop spielt die CD mittlerweile ab, nachdem er acht Minuten gebraucht hat, um die Titelliste zu identifizieren, bis er schließlich aufgegeben hat. Bei "The Boxer" von Simon & Garfunkel muß ich sofort an letztes Jahr denken, als ich oft spät am Abend auf Inline Skates in der Fußgängerzone war und das Lied dort von zwei Straßenmusikanten gespielt wurde. Die hatten zumindest keine Copyright-Probleme.
Heute entdecke ich im einem großen, öffentlichen Forum zu einem Online-Rollenspiel genau dieses Video. Jemand anders verkauft es als seines und hat es bei einem großen Filehoster hochgeladen. Das macht mich sauer - ich hätte ja nichts dagegen, wenn das Video verbreitet wird, aber wenn sich jemand anders meine Arbeit zu eigen macht, dann trifft das bei mir einen empfindlichen Punkt. Ich lege eine Musik-CD in meinen Laptop und versuche den Forenanbieter zu kontaktieren und um eine Entfernung des Links zu bitten. Statt dem Meldeforumlar erscheint jedoch nur eine HTTP-Fehlermeldung. Vielleicht tut es ja später. Ich kontaktiere den Filehoster und bitte um eine Entfernung. Die Mail bleibt in der Mailwarteschlange meines Mailservers, die Gegenseite hat mit "421 Load temporarily exceeded" geantwortet. Es ist herrlich, wenn Technik funktioniert. Ich werde später Frank anrufen - der kennt bestimmt wen, der mir da helfen kann.
Der Laptop spielt die CD mittlerweile ab, nachdem er acht Minuten gebraucht hat, um die Titelliste zu identifizieren, bis er schließlich aufgegeben hat. Bei "The Boxer" von Simon & Garfunkel muß ich sofort an letztes Jahr denken, als ich oft spät am Abend auf Inline Skates in der Fußgängerzone war und das Lied dort von zwei Straßenmusikanten gespielt wurde. Die hatten zumindest keine Copyright-Probleme.
Mieser Tag 2
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Freitag, 8. Juni 2007
Da ich heute etwas längere Wege als sonst haben werde, entscheide ich mich dafür, mit dem MVV zu fahren. Mir fällt ein, daß ich keine Monatskarte für Juni habe, also beschliesse ich, zuerst mit dem Bus zur Münchner Freiheit zu fahren und dort den Automaten zu benutzen - da kann man nämlich bargeldlos zahlen. Als ich den Bus betrete und eine Einzelfahrkarte ziehen will (ja, ich bin ein ehrlicher Mensch), fällt mir auf, daß ich kein Kleingeld mehr besitze. Hilfesuchend wende ich mich an den Busfahrer. Den interessieren meine Probleme wenig. Der einzige andere Fahrgast ist eine junge Mutter mit einem kleinen Kind. Ich stemple sie sofort als "Typ Öko" ab, Kleidung und Frisur stimmen und die Tupperdose, aus der sie gerade eine Karotte entnimmt, ist nur das i-Tüpfelchen. Auch sie hat kein Kleingeld. Seufzend setze ich mich hin. Es wird schon keine Kontrolle kommen. Habe ich auf der Linie noch nie erlebt.
An der nächsten Haltestelle betreten zwei Männer den Bus. Nachdem sich dieser wieder in Bewegung gesetzt hat, zücken sie MVV-Ausweise. "Die Fahrkarten bitte!". Ich versuche zu erklären. Die beiden hören mir geduldig und nicht unfreundlich zu. Die Öko-Mutter sagt zu ihrem Sohn: "Schau, Valentin, der Mann ist ein Dieb und muß jetzt Strafe zahlen." Ich bemühe mich ruhig zu bleiben. Der Busfahrer sieht mich feixend an. Am Ende kann ich die Kontrolleure überzeugen - die Marken der letzten sieben Monate, die ich noch im Geldbeutel hatte, scheinen sie zu überzeugen. Schweißgebadet setze ich mich wieder hin. Die Öko-Mutter sieht mich mit giftigen Blicken an. Der Busfahrer radebrecht leise in einer Sprache vor sich hin, die ich nicht verstehe.
Als ich die Kopfhörer meines iPods aufsetze, singt Sandra Nasić von den Guano Apes gerade davon, wie ein kleines grünes Männchen sie beim Snowboardfahren "abzieht". Mein lautes Lachen, in dem sich meine ganze Anspannung entlädt, als ich mir die Szene plötzlich bildlich vorstellen muß, bewegt die Öko-Mutter, an der nächsten Haltestelle fluchtartig den Bus zu verlassen. Auch der Busfahrer schweigt für den Rest der Fahrt. Ich genieße es, mit der Ruhe und meiner Musik allein zu sein. Und hoffe, daß der Tag besser wird.
An der nächsten Haltestelle betreten zwei Männer den Bus. Nachdem sich dieser wieder in Bewegung gesetzt hat, zücken sie MVV-Ausweise. "Die Fahrkarten bitte!". Ich versuche zu erklären. Die beiden hören mir geduldig und nicht unfreundlich zu. Die Öko-Mutter sagt zu ihrem Sohn: "Schau, Valentin, der Mann ist ein Dieb und muß jetzt Strafe zahlen." Ich bemühe mich ruhig zu bleiben. Der Busfahrer sieht mich feixend an. Am Ende kann ich die Kontrolleure überzeugen - die Marken der letzten sieben Monate, die ich noch im Geldbeutel hatte, scheinen sie zu überzeugen. Schweißgebadet setze ich mich wieder hin. Die Öko-Mutter sieht mich mit giftigen Blicken an. Der Busfahrer radebrecht leise in einer Sprache vor sich hin, die ich nicht verstehe.
Als ich die Kopfhörer meines iPods aufsetze, singt Sandra Nasić von den Guano Apes gerade davon, wie ein kleines grünes Männchen sie beim Snowboardfahren "abzieht". Mein lautes Lachen, in dem sich meine ganze Anspannung entlädt, als ich mir die Szene plötzlich bildlich vorstellen muß, bewegt die Öko-Mutter, an der nächsten Haltestelle fluchtartig den Bus zu verlassen. Auch der Busfahrer schweigt für den Rest der Fahrt. Ich genieße es, mit der Ruhe und meiner Musik allein zu sein. Und hoffe, daß der Tag besser wird.
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