Das Mädchen, das die Seiten umblättert
Geschrieben in
Freizeit
Freitag, 11. Mai 2007
Es gibt Kinofilme, die man am besten nur in weiblicher Begleitung anschaut. Erstens, weil einen die Stammtischkumpels nur verständnislos angucken und danach die eigene sexuelle Ausrichtung in Frage stellen. Also nicht ihre eigene, nur, daß wir uns da richtig verstehen. Schließlich ist es mit die wichtigste Eigenschaft von Stammtischkumpels, daß man sich in ihrer Gesellschaft genauso gibt, wie das Vorurteil das von einem verlangt. Ich kenne das ja nur zu gut von unseren Männerabenden: Einmal im Monat kann man hier einfach Mann sein. Man trinkt das Bier aus der Flasche, ist blutiges Fleisch mit viel Majo dazu, baggert die Kellnerin an (OK, ich werde leugnen, daß ich das geschrieben habe, das war bestimmt ein Hacker!) und redet dazu über all die Themen, die man sich sonst verkneift: Computer, Autos, Frauen, Boxen, Frauen, die man einmal hatte, Blondinenwitze, Frauen, die man gerne einmal hätte, Fußball, Frauen, die man im Lokal sieht, Politik, Frauen, die am Anfang im Lokal waren, "Killerspiele", Frauen, die einen unheimlich reizen würden, Rasenmäher und, natürlich, über alle "häßlichen" Frauen, die einem gerade so einfallen. Dem geneigten Leser sei an dieser Stelle übrigens gesagt, daß ich, zumindest was unsere Männerabende angeht, die Themen vielleicht etwas zu, äh, "biased" dargestellt habe. Wie auch immer - die Stammtischkumpels sind definitiv die falschen, wenn man einmal in einen Kinofilm gehen möchte (oder muß), der eher von Gefühlen als von Kugeln lebt.
Ein solcher Film ist wohl auch "Das Mädchen, das die Seiten umblättert". Aufmerksam geworden bin ich auf den Film zum ersten Mal - wie sollte es anders sein? - im Kulturteil des Spiegels. Und ich war wirklich neugierig. Nicht nur, weil ich schon lange keinen Film aus Frankreich mehr gesehen habe, und auch nicht nur, weil die beiden Darstellerinnen auf dem Foto wirklich hübsch anzusehen waren. Nein, ich glaube, es waren die Erinnerungen an die Zeit, in der ich selber Klaviergespielt habe, die den Ausschlag gegeben haben. Ich war früher oft genug, bei diversen Schulkonzerten, Feiern etc., der "Junge, der die Seiten umblättert", weiß aber auch, wie es ist, wenn man selbst spielt und der betreffende Mensch die Seite eben nicht rechtzeitig umblättert. Daß der Spiegel die musikalische Untermalung des Artikels in den höchsten Tönen gelobt hat, war für mich als bekennenden Fan klassischer Musik nur noch ein Grund mehr, diesen Film sehen zu wollen.
Die weibliche Begleitung für den Film ließ sich in ungefähr zwei Sekunden überreden und so sehe ich heute Abend diesem Film mit großer Spannung entgegen.
Ein solcher Film ist wohl auch "Das Mädchen, das die Seiten umblättert". Aufmerksam geworden bin ich auf den Film zum ersten Mal - wie sollte es anders sein? - im Kulturteil des Spiegels. Und ich war wirklich neugierig. Nicht nur, weil ich schon lange keinen Film aus Frankreich mehr gesehen habe, und auch nicht nur, weil die beiden Darstellerinnen auf dem Foto wirklich hübsch anzusehen waren. Nein, ich glaube, es waren die Erinnerungen an die Zeit, in der ich selber Klaviergespielt habe, die den Ausschlag gegeben haben. Ich war früher oft genug, bei diversen Schulkonzerten, Feiern etc., der "Junge, der die Seiten umblättert", weiß aber auch, wie es ist, wenn man selbst spielt und der betreffende Mensch die Seite eben nicht rechtzeitig umblättert. Daß der Spiegel die musikalische Untermalung des Artikels in den höchsten Tönen gelobt hat, war für mich als bekennenden Fan klassischer Musik nur noch ein Grund mehr, diesen Film sehen zu wollen.
Die weibliche Begleitung für den Film ließ sich in ungefähr zwei Sekunden überreden und so sehe ich heute Abend diesem Film mit großer Spannung entgegen.
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Frühstücksfernsehen
The Player Of Games
Geschrieben in
Freizeit
Dienstag, 1. Mai 2007
Ich hatte ja neulich schon davon berichtet, daß ich die Bücher von Iain M. Banks (das "M." trägt er übrigens nur bei seinen SciFi-Titeln im Namen), die im Culture-Universum spielen, durch Zufall gefunden habe und sogleich süchtig wurde. Mittlerweile habe ich mir Nachschub besorgt, und zwar The Player of Games. Ich bin noch lange nicht fertig mit dem Buch, da ich derzeit nicht viel zum Lesen komme, aber gefesselt, ja, das bin ich.
Der Anfang ist etwas, hm, langsam geschrieben, gibt uns Lesern aber die Möglichkeit, die Hauptpersonen in Ruhe kennenzulernen. Ab dem ersten Viertel nimmt das Tempo dann rasant zu (und ist bisher noch nicht langsamer geworden), und wir bekommen einen klassischen Abenteuerroman in einem futuristischen Setup serviert. Bisher bin ich wunschlos glücklich - ich hoffe allerdings sehr, daß mir diesmal im zweiten Teil des Buches nicht wieder solche Längen begegnen wie in "Excession".
Ein kleines bißchen mußte ich bei der Art und Weise, die die "Culture" mit... ach, das will ich nicht verraten, sagen wir, einem nicht so weit entwickelnten Volk umspringt, ja an die USA und den Nahen Osten denken. Aber nur ein bißchen. Denn die "Culture" benötigt in dem Roman definitiv kein Erdöl.
Der Anfang ist etwas, hm, langsam geschrieben, gibt uns Lesern aber die Möglichkeit, die Hauptpersonen in Ruhe kennenzulernen. Ab dem ersten Viertel nimmt das Tempo dann rasant zu (und ist bisher noch nicht langsamer geworden), und wir bekommen einen klassischen Abenteuerroman in einem futuristischen Setup serviert. Bisher bin ich wunschlos glücklich - ich hoffe allerdings sehr, daß mir diesmal im zweiten Teil des Buches nicht wieder solche Längen begegnen wie in "Excession".
Ein kleines bißchen mußte ich bei der Art und Weise, die die "Culture" mit... ach, das will ich nicht verraten, sagen wir, einem nicht so weit entwickelnten Volk umspringt, ja an die USA und den Nahen Osten denken. Aber nur ein bißchen. Denn die "Culture" benötigt in dem Roman definitiv kein Erdöl.
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