Eigentlich sollte man ja annehmen, daß man in dem Alter, in dem die meisten Student(inn)en nun mal so sind, halbwegs für sich selbst die Verantwortung übernehmen kann. Damit meine ich jetzt nicht, daß man seine Altersversorgung schon im ersten Semester fertig hat, nein, es geht um ganz triviale Dinge: Genug zu Essen im Kühlschrank, einmal im Jahr zum Zahnarzt, bei -7°C nicht kurzärmlig herumlaufen und wenigstens halbwegs einen geregelten Tag-Nacht-Rhythmus unterhalten. Aber anscheinend verlange ich da zu viel.
So bin ich heute auf
SPON auf einen
Artikel gestoßen, der die Schlafprobleme von Studenten einer indischen Uni beleuchtet: Die waren wohl die ganze Nacht im Internet unterwegs und morgens zu den Vorlesungen kamen sie dann entweder im Stil von Zombies aus "Dawn of the Dead" oder eben gar nicht. Was tat die Uni-Leitung? Das, was Beamte immer tun. Man hätte sich ja auch Mühe geben und seine Vorlesungen so interessant gestalten können, daß die Studenten freiwillig früher ins Bett gehen. Aber nein, statt dessen wird auf dem Campus jetzt die Hälfte des Tages das Internet abgedreht - zumindest in den Studenen-Unterkünften. Anscheinend hat man den Studenten nicht das Urteilsvermögen zugetraut, selbst zu entscheiden, ob die Vorlesung oder das Internet wichtiger war.
Wenn man von den eigenen Studenten eine derart hohe Meinung hat, dann bleibt mir an dieser Stelle nur noch, herzlich dazu zu gratulieren.