Ein lieber Ex-Kollege (hallo Andreas!) hat mich heute auf den letzten
Wochenrückblick von Achim Killer (heißt der eigentlich wirklich so?) aufmerksam gemacht. Und da ist mir ein Abschnitt hängen geblieben, als hätte er sich direkt in mein Gehirn eingebrannt:
QUOTE:
Man hätt's jetzt halt doch schon mal gerne gewusst, was es denn mit diesem Bundestrojaner wirklich so auf sich hat.
Das sollte eigentlich in einem Staat, der Bundesrepublik heißt, selbstverständlich sein, dass die Leute sich in der res publica, also den öffentlichen Angelegenheiten, auskennen.
Aber über das digitale Ungeziefer im Staatsdienst weiß man noch immer nichts Genaues. Der Sicherheitsexperte der Gesellschaft für Informatik Professor Hartmut Pohl fasste unlängst in Radio Bremen den aktuellen Kenntnisstand, den die sachkundige Öffentlichkeit haben kann, so zusammen: „Das ist kein Virus, das ist kein Trojaner, es ist auch kein Wurm.”
Lieber Achim (oder muß ich "Herr Killer" sagen?), treffender hätte man das in so wenigen Worten nicht zusammenfassen können. Ich selbst bin momentant nicht mehr in der Lage, noch irgendetwas zu den unsäglichen Geschehen beizutragen, die derzeit von staatlicher Seite an die deutsche IT-Landschaft herangetragen werden, egal, ob es um die Neufassung des Paragraphen 202c, die Online-Durchsuchung, die Lawful-Interception oder sonst etwas geht. Ich bin es müde, ich bin es leid. Zu Hause brauche ich zum Glücklichsein weiß Gott keinen Computer, im Gegenteil, da ist man froh, wenn man mal seine Ruhe hat, von daher kann der Gesetzgeber tun und lassen, was er will, mir ist es - mittlerweile - egal. Es macht auch einfach keinen Sinn mehr, sich durch tonnenweise widersprüchliche und ungenaue Aussagen unserer Politiker zu wurschteln, die viel zu oft und viel zu gerne diverse Dinge in einen Topf werfen, die so eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Die giftige Satire überlasse ich denn auch gerne
dem Herrn v. Leitner.
Menschen, die mir eine Mail ernsthaft als High-Tech verkaufen wollen, sollten nicht für mich entscheiden, wie ich Computer zu benutzen habe. Aber bei uns ist es ja Mode, ganz „zierckeesk” zuzugeben, daß man eigentlich noch im Web 0.0 lebt.